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Profil von Mag. Klaus Schneeberger (ÖVP)

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Es ist 1 Frage vorhanden:

THEMA: Stadtentwicklung und ländlicher Raum
10.08.2014
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sg.Hr.Mag.K.Schneeberger,
bei der Suche nach der neuen NÖ. Bauordnung bin ich auf ein Komentar v. Ihnen gestoßen.
Eigentlich wollte ich mich informieren , ob in der neuen NÖ.Bauordng. auch eine Geländeniveau Berücksichtigung eingang gefunden hat, bisher ist alles nur in einer Ebene. Hatte leider keinen Zugriff im Internet diese info zu finden. Bisher wurden Hanglagen, Böschungen etc. nie berücksichtigt. Alles ist "Eben".

Frage : ist dies nun berücksichtigt oder "Alles beim Alten" ?
Wenn dem so ist, wäre es ein Unding diese NÖ.BO. als "Neu" zu bezeichnen ! (sh. BauOrdnungen v. Schweiz Deutschland usw.)

Dieser Umstand hat für viele Hausbauer Nachteile gebracht. z Bsp.
Durch Neubau wird eine bestehende Solaranlage teilweise außer Betrieb gesetzt, Schattenwirkung tritt gerade in der weniger sonnigen Zeit bis ins Wohnzimmer, Garten vermoost usw. aber alles ist durch die bestehende, bisher gültige BO gedeckt. (Abstände, Lichtwinkel etc.) Ich weiß worüber ich schreibe - bin Betroffener.
Vielleicht können Sie so nett sein und mich dahingehend informieren,
bzw. diese Anregung falls nicht berücksichtigt an das Expertenteam weitergeben.
Für uns ist es zu spät - aber in Anbetracht der zukünftigen Hausbauer in NÖ würde es eine bessere Lebensqualität garantieren.

Mit freundlichen Grüßen
Ing.B.A.Vorname des Fragestellers
18.08.2014
Antwort von Klaus Schneeberger

Klaus Schneeberger
Sehr geehrter Herr Ing. Vorname des Fragestellers!

Ich bedanke mich für Ihre Anregung hinsichtlich der Änderung der NÖ Bauordnung und darf Ihnen zu Ihrer Anfrage Folgendes mitteilen:

Der Entwurf für die NÖ Bauordnung 2014 sieht vor, dass zwei oder mehrere Gebäude - soweit sie nicht unmittelbar aneinander gebaut werden - nur in einem solchen Abstand voneinander errichtet werden dürfen, dass eine ausreichende Belichtung der Hauptfenster gewährleistet ist. Als ausreichende Belichtung soll jene Belichtung auf Hauptfenster angesehen werden, die durch einen freien Lichteinfall unter 45° bei einer seitlichen Abweichung (Verschwenkung) um nicht mehr als 30° gegeben ist. In diesem Zusammenhang wesentlich ist, dass den Nachbarn hinsichtlich der Einhaltung der Bestimmungen über die Erzielung einer ausreichenden Belichtung der zulässigen (bestehende bewilligte und zukünftig bewilligungsfähige) Gebäude der Nachbarn Parteistellung zukommen soll, d.h. allfällige Verletzungen ihrer Rechte können Nachbarn in diesem Zusammenhang geltend machen.

Die Veränderung der Höhenlage des Geländes auf einem Grundstück im Bauland hat im Entwurf zur Neufassung der NÖ Bauordnung insofern Berücksichtigung gefunden, als diese nunmehr jedenfalls bewilligungspflichtig sein soll. Bis dato ist die Bewilligungspflicht von verschiedenen Voraussetzungen abhängig, welche nunmehr entfallen sollen.

Wie Sie zutreffend angemerkt haben, können Fälle auftreten, in denen beispielsweise bestehende Solaranlagen durch zulässige Neubauten des Nachbars beschattet werden. Diese Konfliktsituationen sind bekannt, jedoch scheint das Bestehen einer Solaranlage auch aus verfassungsrechtlicher Sicht kein geeigneter Grund zu sein, um den Nachbarn in seinem Baurecht und dadurch in seinem Eigentum einzuschränken.

Ihre gut durchdachten Ausführungen werden jedenfalls an die zuständigen Fachleute weitergetragen und so wie die im Zuge des Begutachtungsverfahrens eingelangten Stellungnahmen bei den weiteren Besprechungen thematisiert.

Ihr Klaus Schneeberger
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