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Thema: Land- und Forstwirtschaft

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Es ist 1 Frage vorhanden:

THEMA: Land- und Forstwirtschaft
04.01.2014
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrter Herr Dr. Spindelegger,

ich habe Fragen an Sie bezüglich der neuen 20% Umsatzsteuer für das Einstellen von Pferden (die natürlich nicht von den Betrieben alleine getragen werden kann und natürlich an die Einsteller weitergegeben werden muss):

Sind Sie sich eigentlich bewusst, dass aufgrund dieser neuen Steuer viele Pferdebesitzer sich ihre Pferde nicht mehr leisten werden können und deshalb in der Folge viele Pferde zu Unrecht eingeschläfert oder geschlachtet werden?

Die nächste Folge wird sein, dass weniger Pferde in Betrieben eingestellt werden und somit die Existenz der Betriebe in Gefahr ist und dadurch wiederum viele Mitarbeiter ihre Arbeit verlieren werden!

Das alles kann doch nicht in Ihrem Sinne sein, oder?
Dies kann durch eine Vorsteuerpauschale in Höhe von 16% verhindert werden, ich bitte Sie deshalb inständig, diese Möglichkeit in Betracht zu ziehen!

Hoffnungsvoll und mit besten Grüßen,
Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
31.01.2014
Antwort von Michael Spindelegger

Michael Spindelegger
Sehr geehrte Frau Vorname des Fragestellers!

Vielen Dank für Ihre Anfrage betreffend die umsatzsteuerliche Behandlung für das Einstellen von Reittieren/Pensionspferdehaltung.

Klar ist, dass die Pferdezucht und die Pferdehaltung in unserem Land lange Tradition haben und sich der Reitsport bei Jung und Alt großer Beliebtheit erfreut. Darüber hinaus hat die Pensionshaltung von Pferden als Wirtschaftszweig einen hohen Stellenwert in Österreich und ist deshalb nicht zu vernachlässigen.

In Bezug auf Ihre Anregungen erlaube ich mir vorerst darauf hinzuweisen, dass nach der Vorgabe der EU-Richtlinie die Pensionshaltung von Pferden sowie die Vermietung von eigenen Pferden keine „landwirtschaftlichen Dienstleistungen“ darstellen, die von einem „landwirtschaftlichen Erzeuger“ erbracht werden. Soweit Pferde der Ausübung des Freizeitsports und nicht der landwirtschaftlichen Produktion (z.B. Zucht- und Arbeitstiere) dienen, sind diese Umsätze daher nicht in die land- und forstwirtschaftliche Pauschalierung miteinzubeziehen, sondern nach den allgemeinen Bestimmungen des Umsatzsteuergesetzes zu behandeln.

Ich bin mir der Problematik sowie der Auswirkungen in diesem Zusammenhang wohl bewusst. Daher habe ich meine Experten im Bundesministerium für Finanzen beauftragt, die rechtlichen Möglichkeiten zu sondieren, die gewährleisten, dass den betroffenen Betrieben zukünftig im Bereich der Umsatzsteuer eine vereinfachte Steuerermittlung ermöglicht wird.

Ich darf Ihnen versichern, wir sind bestrebt, eine für alle Beteiligten tragbare Lösung zu erarbeiten.

Mit besten Grüßen
Ihr Vizekanzler und Finanzminister
Dr. Michael Spindelegger
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