Geben Sie hier einfach Ihren Namen und E-Mail Adresse an, um benachrichtigt zu werden, sobald eine Antwort zur Frage vorliegt:


Mit folgendem Link können Sie die Frage/Antwort direkt aufrufen:
Es ist 1 Frage vorhanden:

THEMA: Kinder und Jugend
18.02.2009
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Chance für „unsere“ Kinder?

Im Rahmen der Integration von Kindern mit erhöhtem Förderbedarf im städtischen Schulen, zeigt sich, dass die Anmeldung von Kinder mit erhöhtem Förderbedarf in einem Hort, in einer Nachmittagsbetreuung und Freizeitbetreuungen freier Träger (wie z.B.: Insel Haus der Jugend) steinig und hart war und leider nachwievor ist!

Als Mutter eines Kindes mit Down Syndrom und Mitarbeiterin des Ambulatoriums der Lebenshilfe, wo ich tagtäglich mit den Sorgen und Fragen von Eltern behinderter oder von Ausgrenzung bedrohter Kinder konfrontiert bin, möchte ich anfragen ob die Inklusion behinderter Kinder und Jugendliche selbstverständlicher werden kann?

Wir Eltern sind immer wieder mit der Ablehnung unserer Kinder wegen der "finanziellen und personalpolitischen Situation" (Zitat aus einem e-mail von Herrn Dir. Heimo Weilharter - Insel Haus der Jugend) konfrontiert.

Wie stehe Sie und Ihre Partei zu Integration/ Inklusion behinderter Kinder und Jugenlicher?

Freundliche Grüße,

Dr. Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers

Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde (Neuropädiatrie)
Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie
24.02.2009
Antwort von Heinz Schaden

Heinz Schaden
Sehr geehrte Frau Dr. Vorname des Fragestellers!

Die Betreuung von Kindern mit Behinderung in städtischen Horten ist selbstverständlich möglich und wird von entsprechend ausgebildetem Personal sichergestellt. An dieser Grundhaltung wird auch in Zukunft festgehalten. Die Nachmittagsbetreuung an städtischen Schulen steht Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf grundsätzlich ebenfalls offen, wenngleich ich nicht verhehle, dass die Situation immer einzelfallbezogen zu beurteilen und lösen ist, z.B. was die Zuziehung einer weiteren Betreuungsperson etc. betrifft. Das Bundesgesetz über die Nachmittagsbetreuung sieht nämlich keinerlei Regelungen diesbezüglich vor.

Die Aufnahmepraxis von privaten Hortbetreibern (wie z.B. die Einrichtung Insel-Haus der Jugend, die Sie in Ihrem e-mail zitieren) ist von der Stadt Salzburg nicht beeinflussbar. Ebenfalls nicht von der Stadt Salzburg gestaltbar ist das Angebot einer Nachmittagsbetreuung an Privatschulen. Das entsprechende Bundes-Gesetz sieht die Verpflichtung zur Führung einer Nachmittagsbetreuung ab mind. 15 Kindern nur für öffentliche Schulen vor. D.h. der Privatschulanbieter ist in seiner Entscheidung völlig frei.

Ich kann Ihrem e-mail nicht entnehmen, ob Sie zurzeit mit einem konkreten Problem kämpfen, bei dem ich Ihnen behilflich sein könnte. Meiner Information nach sind Ihre beiden Söhne in Horten der Stadt Salzburg untergebracht - ich hoffe, die Betreuung erfolgt zu Ihrer Zufriedenheit. Wenn ich etwas für Sie tun kann, lassen Sie es mich bitte wissen.

Mit freundlichen Grüßen,
Heinz Schaden
Drucken   E-Mail   Link
Facebook   Twitter
lesenswert