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Tag: Pendler

Es sind 20 Fragen vorhanden:

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THEMA: Verkehr und Infrastruktur
22.12.2015
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Hallo

Eine Frage zu dem Pendlerrechner, wie aktuell sind die Wegenetzdaten die diesem zu Grunde liegen?
Hatte früher einen Fahrtweg von unter 2 km zu meiner Arbeitsstätte, daher auch keinen Anspruch auf Pendlerpauschale bzw. -euro. Nun wurde aber mit Ende März 2015, durch den Umbau des Hauptbahnhofes Gmunden der Bahnübergang Gmundnerstraße-Bahnhofstraße für den mehrspurigen Personenverkehr gesperrt. Dadurch ist es nicht mehr möglich diesen Weg zu fahren, der Pendlerrechner hat als Grundlage immer noch diesen Weg den er berechnet, daher habe ich laut dem Rechner keinen Anspruch darauf, allerdings ist es wie oben beschrieben rechtlich nicht möglich diesen Weg zu benützen.
Vielen Dank.
21.01.2016
Antwort von Hans Jörg Schelling

Hans Jörg Schelling
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers!

Vielen Dank für Ihre Anfrage zum Thema Pendlerrechner. Nach Mitbefassung der zuständigen Experten im Bundesministerium für Finanzen darf ich Ihnen nunmehr Folgendes mitteilen:

Die Fahrtkosten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte werden grundsätzlich durch den Verkehrsabsetzbetrag abgegolten, der automatisch vom Arbeitgeber bei der Lohnabrechnung berücksichtigt wird. Unter gewissen Voraussetzungen besteht zusätzlich ein Anspruch auf das "kleine" oder "große" Pendlerpauschale. Zur Berücksichtigung des vollen Pendlerpauschales muss der jeweilige Arbeitsweg an mindestens elf Tagen pro Monat zurückgelegt werden.

Durch den Pendlerrechner werden die rechtlichen Grundlagen des Einkommensteuergesetzes (§ 16 Abs. 1 Z 6 EStG 1988) und der Pendlerverordnung (BGBl II Nr. 276/2013 idF BGBl II Nr. 154/2014) umgesetzt. Er dient zur Ermittlung der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte und zur Beurteilung, ob die Benützung eines Massenbeförderungsmittels (öffentliches Verkehrsmittel) zumutbar oder unzumutbar ist.

Zielsetzung des Pendlerrechners ist es, die Anwendung der komplexen Regelungen betreffend Pendlerpauschale und Pendlereuro für den Steuerpflichtigen, den Arbeitgeber und das Finanzamt zu vereinfachen. Das wird dadurch erreicht, dass der Pendlerrechner auf Basis der einzugebenden berechnungsnotwendigen Informationen selbständig die Höhe des Pendlerpauschales und Pendlereuro ermittelt. Dies erfolgt auf Basis der in den gesetzlichen Bestimmungen sowie in der Pendlerverordnung festgelegten und damit für alle Steuerpflichtigen in gleicher Weise geltenden Kriterien.

Beachten Sie bitte, dass dem Ergebnis des Pendlerrechners eine abstrakte und pauschalierte Betrachtung zu Grunde liegt. Denn der Pendlerrechner ist nicht als Fahrtempfehlung oder Routenplaner zu betrachten sondern dient als steuerrechtliches Instrument ausschließlich als Grundlage für die Berechnung des Anspruches auf Pendlerpauschale und Pendlereuro.

Um bei der Beurteilung der Zumutbarkeit bzw. Unzumutbarkeit die höchstmögliche Genauigkeit zu gewährleisten, werden als Grundlage für die Berechnung der Fahrtstrecke vom Wohnort zum Arbeitsort das umfassende Wegenetz der Verkehrsauskunft Österreich, die Fahrplandaten von Verkehrsverbünden und ÖBB sowie die Angaben von Bundesbahn und ÖAMTC über offizielle Park & Ride-Anlagen verwendet. Die Fahrplan- und Wegenetzdaten werden direkt durch die jeweiligen Infrastrukturbetreiber (Länder, Gemeinden, ASFINAG) aktualisiert.

Wenn Sie nachweisen können, dass der Pendlerrechner bei der Berechnung der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte oder bei der Beurteilung, ob ein öffentliches Verkehrsmittel unzumutbar ist oder nicht, unrichtige Verhältnisse berücksichtigt, dann ist ein Gegenbeweis zulässig. Die Nachweismöglichkeit erstreckt sich jedoch nicht auf jene Verhältnisse, die dem Pendlerrechner auf Grund einer abstrakten Betrachtung des Individualverkehrs hinterlegt sind und auf einer typisierenden Betrachtung beruhen (beispielsweise die hinterlegte Durchschnittsgeschwindigkeit).

Ich hoffe, ich konnte Sie damit ausreichend informieren sowie zur Klärung offener Fragen beitragen.

Mit freundlichen Grüßen,
Mag. Johannes Pasquali
BMF Kommunikation
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THEMA: Arbeit
11.02.2015
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrter Herr Abgeordneter Becker,
für Ihre Antwort auf meine am 27. 01. gestellte Frage dankend, muß ich dennoch anmerken, daß der eigentliche Kern der Frage nicht beantwortet wurde.
Es geht mir grundsätzlich darum, weshalb die Kommission in den angesprochenen Regelwerken 883/2004 ff Pendler im Falle von Arbeitslosigkeit in die Zuständigkeit der Heimatländer entläßt, anstatt sie in der Zuständigkeit der Arbeitsländer zu belassen (wo ja auch die Arbeitslosenversicherung bezahlt wurde)?
Angeblich, weil im Heimatland eine bessere Integrationschance gesehen würde. Dieser Argumentation ist jedoch nur schwer zu folgen, wenn man bedenkt, daß die meisten Pendler nicht für Monate, sondern Jahre/Jahrzehnte auswärts gearbeitet haben und ganz anderen Standards - auch ausbildungsmäßig folgen. Gibt es also einen Weg zurück zur Ordnung, daß (Langzeit)Pendler im ehemaligen Arbeitsland ihre Ansprüche umsetzen können?

Vielen Dank für Ihre fragebezogene Antwort!
24.02.2015
Antwort von Heinz K. Becker

Heinz K. Becker
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers,

Lassen Sie mich meine Antwort etwas präzisieren.
Die derzeitige Gesetzeslage des Art. 65 der Regulation (EC) No 883/2004 sieht vor, dass alle Arbeitnehmer die im Ausland arbeiten bei Arbeitslosigkeit in dem Land um Unterstützung ansuchen können, in dem Sie gemeldet sind, wohingegen Grenzgänger die in einem Land gearbeitet haben und in einem anderen Land ihren gewöhnlichen Aufenthalt hatten, das Recht haben zu wählen. Sie können entweder die Arbeitslosenunterstützung in dem Land in Anspruch nehmen indem sie tätig waren oder aber nach Rückkehr in ihrem ursprünglichen Herkunftsland.

Der Hauptgrund dieser Regelung war hauptsächlich, dass diese Personen die bestmögliche Unterstützung bekommen sollen. Dabei ist zu bedenken, dass sich diese Personen regelmäßig persönlich beim Arbeitsmarktservice melden müssen bei dem sie als arbeitslos gemeldet sind.

In jedem Fall überprüft gerade die Kommission diese Regelung um die bestmögliche Unterstützung im Falle von Arbeitslosigkeit für Arbeitnehmer im Ausland und Grenzgängern sicherzustellen.
Der Ausgang dieser Untersuchung ist derzeit noch offen.

Beste Grüße

Heinz K. Becker
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THEMA: Familie
09.11.2014
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Thema: "Pendlerrechner Zumutbarkeit" & "Vereinbarkeit Familie & Beruf":

Laut Pendlerrechner sind meine Arbeitswege "zumutbar" (Reichenau im Mühlkreis > Linz). Tatsächlich geht es sich mit einer Busfahrzeit (bei uns fahren kaum Busse) nicht aus, dass ich meine Tochter vorher in den KG bringe (2,5 Jahre), der erst um 7.00 aufsperrt. Denn um 07:30 muss ich bereits in Linz sein. mit dem Auto brauche ich 25min mit dem Bus 60min (für 22km). Um 16:00 schließt der KG. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln hier bei uns am Land, müsste ich vor 06:00 wegfahren. Mein Job geht sich mit öffentlichen Mitteln und den Öffnungszeiten des KG definitiv nicht aus! Welche Lösung bietet das Ministerium in solchen (häufigen Fällen) an? Laut EU muss Vereinbarkeit "Beruf und Familie gegeben sein" - ist es in meinem Fall aber keineswegs! Ich hätte einen super Job in einer leitenden Funktion auf der GKK, den ich aufgrund dieser Tatsache nicht annehmen kann! Denn es gibt keine Lösungen seitens der Regierung, um Familien in diesen Fällen zu unterstützen!!! ich möchte hier betonen, in Puncto "Vereinbarkeit Beruf und Familie" ist Österreich im EU Vergleich ganz hinten. Da gäbe es Frauen, die gut verdienen könnten und somit auch dem Staat viele Steuern zahlen würden, aber aufgrund dieser vielen bürokratischen Hürden und sehr einseitig gedachten "Pendlerrechners", ect... zurück an den Herd gedrängt werden. Hier erklärt sich wieder die im EU-Vergleich sehr hohe Teilzeit- und Arbeitslosenquote von Frauen in Österreich! Nicht sehr umfassend gedacht und frauenfreundlich ihre Gesetze! Ich bitte nicht um eine Antwort - ich kenne mich gesetzlich aus! Ich bitte um konkrete Lösungsvorschläge und Fördermodelle für solche Fälle, und endlich einen Familien- und Frauenfreundlicheren Gesetzesentwurf!
  Antwort von Sophie Karmasin ist noch ausständig
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