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Profil von Mag. Dr. Richard Seeber (ÖVP)

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Es ist 1 Frage vorhanden:

THEMA: Gesundheit und Sport
11.10.2009
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrter Herr Dr. Seeber!!

Leider gehört Österreich beim Schutz der Nichtraucherinnen und Nichtraucher zu den Schlußlichtern in Europa. Halbherzige Gesetze die keiner Kontrolle únterliegen lassen Raucherinnen und Raucher nur milde lächeln.

Länder wie Finnland, Schweden, Norwegen oder Irland zeigen uns wie Menschen vor den schädlichen und tödlichen Giftstoffen des Tabakrauches geschützt werden können.

Ich würde von Ihnen gerne wissen, ob bzw. welche Maßnahmen die Europäische Union zum Schutz der Nichtraucherinnen und Nichtraucher in absehbarer Zeit ergreifen wird. Bedauerlicherweise sind die Menschen in Österreich in dieser Angelegenheit auf den Schutz der Europäischen Union angewiesen, da die Österreichische Bundesregierung bzw. der Nationalrat keinen effizienten Schutz für die eigene Bevölkerung zur Verfügung stellen will.

Ich danke herzlich für Ihre Bemühungen und freue mich auf Ihre geschätzte Antwort

Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
29.10.2009
Antwort von Richard Seeber

Richard Seeber
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers!

Vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihr Interesse an diesem Thema.

Dass geeignete Maßnahmen zum Nichtraucherschutz durchaus notwendig sind, zeigt allein die Tatsache, dass in der Europäischen Union laut Zahlen der Europäischen Kommission 650.000 Menschen jährlich an den Folgen des Rauchens sterben. Diese Zahl beinhaltet ca. 80.000 Menschen, die aufgrund von passivem Tabakkonsum gesundheitliche Probleme bekommen, die zum Tod führen. Darüber hinaus wurde in Studien der WHO festgestellt, dass Nichtraucher ein bis zu 30% erhöhtes Risiko haben an Lungenkrebs zu erkranken, sofern sie mit Rauchern zusammenleben. Das Risiko für Nichtraucher eine koronare Erkrankung (Herzinfarkt etc.) zu entwickeln, steigt ebenfalls um 25-30%, sofern im privaten Umfeld eine Person Raucher ist. Diese Zahlen werden auch im Grünbuch der Europäischen Kommission betreffend den Nichtraucherschutz angeführt.

Aufgrund dieser wissenschaftlich anerkannten und belegbaren Daten, gilt es in der Bevölkerung ein entsprechendes Bewusstsein zu schaffen. Vor allem sollte versucht werden Menschen zu erreichen, die aufgrund ihrer körperlichen Beschaffenheit besonders durch die schädlichen Inhaltsstoffe von Rauchwaren gefährdet sind, wie etwa Schwangere oder Jugendliche. Es sollte versucht werden ein realistisches Bild des Rauchens in der Gesellschaft zu vermitteln, welches auch alle nachteiligen Folgen beinhaltet.

Gerade im Bereich der Aufklärung über die Folgen des Rauchens nimmt die Europäische Union eine wichtige Stellung ein. Ziel der von ihr unternommenen Maßnahmen sollte es sein, die Mitgliedsstaaten in ihren Bestrebungen zum Schutz von Nichtrauchern zu unterstützen. Nicht zielführend sind hingegen Methoden, die ausgehend von der Gemeinschaftsebene in den einzelnen Ländern durchgesetzt werden sollen.

Solche Bestrebungen können nur das Verhalten im öffentlichen Raum und am Arbeitsplatz regeln. Aus den Eingangs angeführten Daten wird aber ersichtlich, dass Passivrauchen im privaten Umfeld einen gravierenden Anteil an der Problematik hat, der aber durch gesetzgeberische Tätigkeit praktisch nicht erfasst werden kann. Auch aus diesem Grund ist Bewusstseinsbildung der richtige und umfassendste Weg zum Nichtraucherschutz.

Auf diese Art und Weise ist es auch wahrscheinlicher, dass eine langfristige und nachhaltige Verbesserung der Situation erreicht wird.


Mit freundlichen Grüßen,

Dr.Richard Seeber
Mitglied des Europäischen Parlaments
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