Geben Sie hier einfach Ihren Namen und E-Mail Adresse an, um benachrichtigt zu werden, sobald eine Antwort zur Frage vorliegt:


Mit folgendem Link können Sie die Frage/Antwort direkt aufrufen:
Es sind 10 Fragen vorhanden:

Seiten (4): [1] 2 3 4 nächste » ... letzte »
THEMA: Asyl und Integration
25.07.2015
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Wie erklären Sie sich die Diskrepanz zwischen der Anzahl der Asylanträge in Österreich zu jener in der Slowakei und warum geht Österreich nicht denselben Weg?
Man darf ja davon ausgehen, dass auch die slowakische Politik MRK-konform ist, ansonsten hätte sich der EuGh wohl schon damit befasst.
04.08.2015
Antwort von Harald Walser

Harald Walser
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers!

Die immer noch bestehenden Diskrepanzen zwischen den unterschiedlichen Asylsystemen innerhalb der EU sind ein Grund dafür, weshalb die Asylsuche in der EU von vielen PraktikerInnen als "Lotterie" bezeichnet wird.
Denn die Slowakei hat in den vergangenen Jahren nicht nur mit angeblichen Kettenabschiebungen von AsylwerberInnen wiederholt Schlagzeilen gemacht. Unter AsylwerberInnen, die von der Slowakei weiterflüchteten, gab es wiederholt Berichte, sie seien dort von der Polizei eingesperrt und misshandelt worden. Asylanerkennung ist in der Slowakei so gut wie inexistent: Im vergangenen Jahr erhielten gerade einmal 14 Personen (!) Asyl. Immer noch variieren die Chancen, Asyl zu erhalten, stark zwischen den einzelnen EU Staaten. (Teilweise zwischen 1% und 72% für dieselbe Gruppe Asylsuchender).

Genau deshalb brauchen wir ein einheitlicheres und faires Asylsystem in der EU mit einer fairen Aufteilung nach Bevölkerung und GDP der Mitgliedstaaten. Es kann nicht sein, dass jene, die die Standards unterlaufen, dadurch in der gesamten EU einen Wettbewerb nach unten befeuern. Gemeinsam wären die derzeitigen Asylgesuche in der EU (die immerhin 28 Mitgliedstaaten hat) jedoch gut bewältigbar, weswegen sich die Grünen auch seit Jahren dafür einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Harald Walser
Drucken   E-Mail   Link
Facebook   Twitter
lesenswert (3) Empfehlungen
THEMA: Verkehr und Infrastruktur
07.04.2015
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich würde gerne dem Verantwortlichen für den Zuständigkeitsbereich Führerscheine in Österreich eine Frage stellen.

Wir sind eines der 3 EU Mitgliedsstaaten die statt 125 cm² im Führerschein einen Paragraphen (111) stehen hat. Somit haben alle Die in Österreich den Führerschein für Kleinmotorräder gemacht haben, zugelassen für Fahrzeuge bis 125 cm² ein Problem für Auslandsfahrten.

Ich wurde schon bestraft weil ein griechischer Polizist die Eintragung 111 nicht verstehen kann.

Bitte wann wird diese Ungerechtigkeit und Benachteiligung für Österreicher geändert, meine Freundin aus der Slowakei hat neben dem Symbol für Motorräder am Führerschein wenigstens 50 cm² eingetragen. Mit dem österreichischen Führerschein, kann man im restlichen Europa nicht einmal ein Moped leihen, weil nicht zu erkennen ist ob dazu eine Lenkberechtigung besteht.

Mit freundlichen Grüßen

Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
17.04.2015
Antwort von Harald Walser

Harald Walser
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers!

Vielen Dank für Ihre Nachricht. Entschuldigen Sie die späte Antwort, aber ich musste mich in dieser Angelegenheit erst sachkundig machen. Das Ergebnis meiner Nachforschungen ist eher dürftig.

Es stimmt, dass es mit Code 111 Nachteile beim Lenken von einspurigen Kfz in vielen Staaten gibt. Uns ist allerdings nicht bekannt, dass das zuständige Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie sich für Erleichterungen zB in den Nachbarstaaten (dzt de facto nur in Italien möglich) oder in den Haupturlaubsländern (zB HR, GR) eingesetzt hätte. Ich kann Ihnen nur empfehlen, dieses Anliegen mit Nachdruck an das zuständige Ministerium heranzutragen. Wir werden eine sachlich bessere Regelung selbstverständlich unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen

Harald Walser
Drucken   E-Mail   Link
Facebook   Twitter
lesenswert (8) Empfehlungen
THEMA: Bildung und Schulen
19.09.2013
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrter Herr Dr. Walser,

Ich würde gerne wissen, was Sie konkret mit der Forderung "gleiches Geld für gleichwertige Arbeit" meinen.
Sie sprechen damit einerseits die Arbeit der Kindergartenpädagog/innen an, die natürlich in die aktuelle Bildungsdebatte einbezogen werden soll!

Andererseits beziehen Sie sich aber auf das neue Dienstrecht für Lehrer/innen und dabei stellen sich mir folgende Fragen:

a) Steht Lehrer/innen nach einer sechsjährigen Ausbildung keine MA-wertige Entlohnung zu?

b) Sollen Lehrer/innen aller Fächer gleich viele Stunden unterrichten und gleich viel verdienen, obwohl sich der Aufwand, etwa für Planungen und Korrekturen, maßgeblich unterscheidet?

c) Können die Lehrer/innengehälter dann weiter gekürzt werden, obwohl ein vollbeschäftigter AHS-Lehrer jährlich im Durchschnitt 1.928 Stunden arbeitet, während ein vollbeschäftigter Arbeitnehmer laut WKO auf etwa 1.746 Stunden kommt und mehr verdient?
(Dabei beziehe ich mich auf die Arbeitszeitstudie "LehrerIn 2000").

Mit freundlichen Grüßen,
G. Vorname des Fragestellers
20.09.2013
Antwort von Harald Walser

Harald Walser
Hier meine Antworten:

a) Steht Lehrer/innen nach einer sechsjährigen Ausbildung keine MA-wertige Entlohnung zu?

Selbstverständlich muss gleich(lang)e Ausbildung gleich honoriert werden! Daher fordern wir auch ein gleiches Dienstrecht für PädagogInnen der gleichen Altersgruppen. Konkret bedeutet das die Einführung eines Sekundarstufen I Lehramtes für alle 10- bis 14-jährigen. Denn die Lehrpläne, Bildungsziele und SchülerInnen sind die gleichen.

b) Sollen Lehrer/innen aller Fächer gleich viele Stunden unterrichten und gleich viel verdienen, obwohl sich der Aufwand, etwa für Planungen und Korrekturen, maßgeblich unterscheidet?

Nein, denn wie Sie schreiben ist der Aufwand sehr unterschiedlich. Ich setze mich für ein Jahresarbeitszeitmodell ein, in dem alle Tätigkeiten der LehrerInnen und nicht nur der Unterricht in den Klassen mitberücksichtigt werden. Neben Unterricht und Unterrichtsbezogenen Tätigkeiten (Korrektur, Vor- und Nachbereitung) auch schulbezogene Tätigkeiten wie Projektorganisation, Schwerpunktgestaltung, Elterngespräche, Anwesenheit, Weiterbildung etc. Die Aufteilung der Jahresarbeitszeit soll vermehrt am Schulstandort nach den jeweiligen standortbezogenen Bedürfnissen (ganztägiger Unterricht, Modularisierung, Integration/Inklusion, Begabtenförderung, Projektunterricht, Schwerpunktklassen etc.) erfolgen.

c) Können die Lehrer/innengehälter dann weiter gekürzt werden, obwohl ein vollbeschäftigter AHS-Lehrer jährlich im Durchschnitt 1.928 Stunden arbeitet, während ein vollbeschäftigter Arbeitnehmer laut WKO auf etwa 1.746 Stunden kommt und mehr verdient?
(Dabei beziehe ich mich auf die Arbeitszeitstudie "LehrerIn 2000").

Die LehrerInnenarbeitsstudie wäre eine geeignete Verhandlungsgrundlage über ein Jahresarbeitszeitmodell, wie es unter anderem auch von der unabhängigen LehrerInnegewerkschaft ÖLI-UG in ihrer Stellungnahme zum Regierungsentwurf über eine neues LehrerInnendienstercht gefordert wurde und zuletzt sogar von ÖGB-Chef Neugebauer im Rahmen seiner letzten Rede im Parlament angesprochen wurde. Dieser Forderung kann ich mich durchaus anschließen.

Mit freundlichen Grüßen
Harald Walser

Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“
Drucken   E-Mail   Link
Facebook   Twitter
lesenswert (2) Empfehlungen
Seiten (4): [1] 2 3 4 nächste » ... letzte »