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Es ist 1 Frage vorhanden:

THEMA: Finanzen
25.08.2008
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrter Herr Steier,

die letzten Regierungen haben die "kalte Progression" anscheinend zynisch lächelnd für sich arbeiten lassen. Und dies bei einem bereits wenige hundert Euro über der Armutsgrenze einsetzende Einstiegssteuersatz von 38.33 %.
Werden Sie sich dafür einsetzen, daß die Steuergrundlagen automatisch an die Inflation angepaßt werden oder halten Sie das gegenwärtige System für gerecht ?

mvH. Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers eh.
26.08.2008
Antwort von Gerhard Steier

Gerhard Steier
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers,

Wie sie ganz richtig feststellen, haben die ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen von der Steuerreform der schwarz-blauen Regierung 2005 wenig bis gar nicht profitieren können. Unserer Vorstellung nach muss die Abgabenbelastung vor allem bei den mittleren und kleinen Einkommen deutlich sinken - denn gerade bei diesen Einkommen ist die Progressionswirkung am stärksten; diese Personengruppe wird auch von der Teuerung am meisten belastet. Daher wollen wir die geplante Lohnsteuersenkung auf 2009 vorziehen und die Progressionsstufen im Steuersystem stärker differenzieren. Angedacht ist unter anderem auch die Senkung des derzeit mit 38,3 % sehr hohen Eingangsteuersatzes.

Es ist richtig, dass der Anstieg der Steuerbelastung unter anderem auch damit zusammenhängt, dass die Steuertarife in Österreich nicht automatisch an die Inflation oder Einkommensentwicklung angepasst werden. Eine automatische Inflationsanpassung hat aber den Nachteil, dass die Staatseinnahmen praktisch eingefroren werden, die Staatsausgaben aber weiter wachsen und daher regelmäßige Sparpakete nötig werden. Das bessere System - auch im Sinne der Verteilungsgerechtigkeit - ist meiner Ansicht nach über regelmäßige Steuerreformen regulierend einzugreifen.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Steier
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