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Profil von Mag.a Christine Lapp, MA (SPÖ)

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Es sind 14 Fragen vorhanden:

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THEMA: Arbeit
09.07.2013
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrte Frau Mag.a Lapp,
Nach den Pleiten von Alpine und Dayli steht unserem Land heuer ein enormer Anstieg der Arbeitslosigkeit ins Haus. Wenn man alles zusammenzählt sind es fast 10.000 Arbeitslose mehr.

Meine Frage an Sie: Gibt es außer dem Konjunkturpaket sonst noch Maßnahmen die gegen die steigende Arbeitslosigkeit in Österreich entgegenwirkt. Was ist geplant und wie schaut die Zukunft des österreichischen Arbeitsmarktes aus? Gibt es Seitens des Bundes Unterstützung oder eine angedachte Reform für den Arbeitsmarktservice (AMS) damit dieser besser und schneller funktionieren und fungieren kann?

Ich wünsche mir mehr Chancengleichheit und Gerechtigkeit am Arbeitmarkt damit auch die Menschen, die nicht so hohe Qualifikationen aufweisen in Österreich eine Chance auf einen guten Arbeitsplatz erhalten.

Vielen herzlichen Dank im Vorraus für ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
Vorname des FragestellersVorname des Fragestellers
11.07.2013
Antwort von Christine Lapp

Christine Lapp
Sehr geehrter Herr Neuner!

Seit mehreren Jahren werden die Effekte der wirtschaftlichen Krise in Österreich mit Umsicht und Erfolg bearbeitet. Auch jetzt unterstützt Österreich die betroffenen Beschäftigten in den beiden großen insolventen Unternehmen. Dazu wurden bereits einige effiziente Instrumente entwickelt, um die uns andere Länder beneiden.
Im Jahr 2009 wurden als offensive Reaktion auf die wirtschaftliche Krise bereits zwei Arbeitsmarktpakete entwickelt und umgesetzt. Insgesamt ergab sich dadurch ein Beschäftigungs(sicherungs)effekt von rund 97.000 Arbeitsplätzen. Das Instrument der Kurzarbeit wurde zunächst auf 18 Monate ausgedehnt und die Möglichkeit geschaffen, diese mit Qualifizierung zu kombinieren

Eine bessere Ausbildung der ArbeitnehmerInnen bzw. der Arbeitssuchenden ist der wesentliche Schlüssel zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit – so weisen etwa Personen mit max. Pflichtschulabschluss ein dreimal höheres Arbeitslosenrisiko als der Durchschnitt auf.
So wurde etwa eine regionale Qualifizierungsoffensive – für ca. 10.000 gering qualifizierte Arbeitslose – gestartet. Der 2009 geschaffene Qualifizierungsbonus (für Schulungen von über 3 bzw. über 6 Monaten) wurde 2010 ausgeweitet. Seit 2012 gibt es statt des Qualifizierungsbonus ein erhöhtes Schulungsarbeitslosengeld für alle in Schulung befindlichen Personen.
Ebenso wurden die Qualifizierungen für Zukunftsjobs im Gesundheits- und Sozialwesen aufgestockt. Wurden 2009 rund 4.000 Menschen in diesen Berufen ausgebildet bzw. höher qualifiziert, steigerte sich die Zahl 2010 auf ca. 6.000 Personen. In den letzten 4 Jahren wurden so über 25.000 Personen (80% Frauen) – im Rahmen von Implacementstiftungen, der arbeitsplatznahen Qualifizierung Aqua, mit Hilfe der Qualifizierungsförderung für Beschäftigte oder durch spezielle Kurse des AMS – ausgebildet.
Ab 1. Juli 2013 kann zudem neben der Bildungskarenz auch die neu geschaffene Bildungsteilzeit in Anspruch genommen werden. Das Fachkräftestipendium sichert bis zu 3 Jahre lang den Lebensunterhalt von Arbeitslosen wie karenzierten Beschäftigten, die eine Ausbildung in einem Zukunftsberuf absolvieren.

Insgesamt wurden in den Jahren 2009-2012 1.320.828 Personen in AMS Fördermaßnahmen im Bereich der Qualifizierungen, im Speziellen in Bildungsmaßnahmen, einbezogen. Allein im heurigen Jahr bereits 226.310 Personen.
Mit dem Arbeit- und Gesundheit-Gesetz wurden 2010 die Voraussetzungen geschaffen, dass Programme zur Früherkennung von gesundheitlichen Problemen am Arbeitsplatz eingerichtet werden, damit sich die Menschen gar nicht erst kaputt rackern. Mit fit2work besteht seit 2010 ein flächendeckendes, niederschwelliges Beratungsangebot zur Vermeidung von krankheitsbedingtem, frühzeitigem Ausscheiden aus dem Berufsleben. Dabei arbeiten die Sozialversicherungsträger, Sozialpartner, AMS, Arbeitsinspektorate, BMASK, BMG, BMWFJ und BMF zusammen, um Krankenstände frühzeitig zu erkennen und zu verhindern und Invaliditätsfälle zu reduzieren.
Das Budget des AMS wird heuer 1,3 Mrd € umfassen, um die wirtschaftlichen Herausforderungen für die Beschäftigten, im engen Zusammenwirken von Regierung, Wirtschaft, Sozialpartnerinnen erfolgreich meistern zu können.

Mit freundlichen Grüßen
Christine Lapp


Mag.a. Christine LAPP MA
Abgeordnete zum Nationalrat
SPÖ-Rechnungshofsprecherin
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THEMA: Landesverteidigung
09.01.2013
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
sehr geehrte frau lapp,
ich fühle mich durch die volksbefragung missbraucht!
demnächst werden die österreichischen wähler gebeten, mit ihrer stimme über die zukunft der landesverteidigung zu entscheiden. obwohl zum zeitpunkt der befragung nicht klar ist, wie ein berufsheer aussehen wird! obwohl nicht geklärt ist, ob österreich im heutigen europa überhaupt eine militärische landesverteidigung braucht und die im neutralitätsvertrag festgelegten verpflichtungen etwa auch durch den aufbau von friedensakademien erfüllt werden können. so aber fehlt natürlich die interessantemöglichkeit, über die abschaffung des heeres abzustimmen. und schließlich liegt der missbrauch auch darin, dass durch diese oberflächliche und aktionistische demokratiedarstellung die chance, sinnvollere änderungen herbeizuführen, auf jahrzehnte vertan ist.
mit enttäuschten grüßen
Vorname des FragestellersVorname des Fragestellers
10.01.2013
Antwort von Christine Lapp

Christine Lapp
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers!

Die politischen EntscheidungsträgerInnen konnten sich im Vorfeld der Debatte zur Umstrukturierung des Bereiches der Landesverteidigung auf keinen Kompromiss einigen. Monatelange Blockaden hemmten die Zusammenarbeit. Da ich an diesen internen Prozessen teilgenommen habe, finde ich es wichtig, die Entscheidung auf möglichst breiter Basis mit Einbeziehung der Bevölkerung zu treffen. Es ist unabdingbar jetzt eine Entscheidung dazu zu treffen und nicht auf die Zukunft zu verschieben. Ich weiß, dass Demokratie in vielen Belangen anstrengend ist, wir als BürgerInnen sollten trotzdem diese Anstrengungen bewältigen, um selbst bestimmen zu können und nicht bestimmt zu werden. Daher ist die erste österreichische Volksbefragung am 20. Jänner eine entscheidende Angelegenheit. Im vergangenen Jahrhundert wurden Menschen wegen eigenständigen Meinungsäußerungen drangsaliert. Jetzt sollten wir die Volksbefragung nutzen, unsere Meinung kundzutun.

Mit freundlichen Grüßen
Christine Lapp
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THEMA: Soziales
13.11.2012
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sg. Frau Mag.a Lapp!

Ich hab heute Ihre Rede im Nationalrat zum Thema Zivildienst gesehen. Für meinen Sohn ist diese Frage derzeit besonders wichtig. Er würde gerne den Zivildienst im Ausland leisten. Daher meine Fragen: Wird der Zivildienst im Ausland auch weiter bestehen, wenn die Wehrpflicht abgeschafft wird? Wie sieht das Konzept der SPÖ in dieser Frage aus? Ab wann würde das neue System frühestens in Kraft treten?

Mit freundlichen Grüßen,
Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
22.11.2012
Antwort von Christine Lapp

Christine Lapp
Sehr geehrte Frau Vorname des Fragestellers!

Ich bedanke mich recht herzlich für Ihre Fragen und beantworte diese sehr gerne. Zu Beginn ist abzuklären welches Alter Ihr Sohn hat, denn wenn er bereits bei der Stellung war und für tauglich befunden wurde, dann wird er entweder Präsenzdienst oder Zivildienst machen müssen.
Wenn die Entscheidung am 20. Jänner 2013 für ein Profiheer und das bezahlte freiwillige Sozialjahr getroffen wird, dann werden sich ab einem bestimmten Zeitpunkt Veränderungen ergeben. Ich nehme an, dass für das Jahr 2013 die derzeitigen Regelungen beibehalten bleiben und ab dem Jahr 2014 mögliche Änderungen eintreten.
Ich möchte Sie auf den Unterschied zwischen dem Freiwilligen Sozialen Jahr und dem möglichen zukünftigen Freiwilligen Sozialen Bezahlten Jahr hinweisen. Der Gedenkdienst im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres http://www.fsj.at bleibt bestehen (die Familienbeihilfe wird hier weiter ausgezahlt). Beim möglichen zukünftigen Freiwilligen Sozialen und Bezahlten Jahr stehen in erster Linie Gesundheits- und Sozialberufe im Zentrum. Sobald nach der Abstimmung im Jänner 2013 gesetzliche Änderungen erarbeitet werden, möchte ich Sie gerne informieren.

Mit freundlichen Grüßen
Christine Lapp

Maga. Christine LAPP
Abgeordnete zum Nationalrat
SPÖ-Rechnungshofsprecherin
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