Geben Sie hier einfach Ihren Namen und E-Mail Adresse an, um benachrichtigt zu werden, sobald eine Antwort zur Frage vorliegt:


Mit folgendem Link können Sie die Frage/Antwort direkt aufrufen:

Fragen werden nach folgenden Kriterien gefiltert:

Thema: Internationales und EU

» Alle Fragen anzeigen
Es sind 2 Fragen vorhanden:

THEMA: Internationales und EU
03.06.2009
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrter Herr Strasser

Was sehen Sie als Grund für den zunehmenden Rechtsruck, der in der Bevölkerung stattfindet?
- Sind die inhaltslosen Aussagen der regierenden Parteien oder die Hetze der FPÖ und BZÖ ausschlaggebend?



Was für Maßnahmen können dem Rechtsruck wirksam entegengesetzt werden?
- Was unternimmt Ihre Partei, um dies zu verhindern?

Mit frendlichen Grüßen
Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
05.06.2009
Antwort von Ernst Strasser

Ernst Strasser
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers,

danke für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte.

Es braucht eine scharfe und klare Distanzierung vom rechten wie vom linken Rand. Weder die linke geballte Faust noch der rechte ausgestreckte Arm wirken konstruktiv oder gestaltend, sondern schüren Ängste und Feindbilder. Es ist die ruhige Hand der Volkspartei, die demgegenüber fest in der Mitte steht und Österreich konstruktiv gestaltet. Mit ganzer Kraft.

Alle politische Äußerungen, die dazu geeignet sind, Menschen mit unterschiedlicher religiöser Überzeugung oder unterschiedlichem ethnischen Hintergrund gegeneinander aufzubringen sind strikt abzulehnen. Auf Grundlage dieser Wertehaltung verurteilen wir die Äußerungen des 3. Nationalratspräsidenten Graf nachhaltig. Wie auch jene inakzeptablen Äußerungen des Herrn Grün-Abgeordneten Pilz am anderen Ende des politischen Spektrums: Wenn Peter Pilz die Spirale der Radikalisierung weiterdreht und Josef Pröll im Parlament als "Austrofaschisten" bezeichnet, so steht das einem Graf, Kickl & Co. in Stil und Wortwahl um nichts nach. Die Radikalisierung von Rechts und Links in den letzten Tagen ist unerträglich und verantwortungslos. Gerade in schwierigen und herausfordernden Zeiten ist das eine Polarisierung, die wirklich gefährlich ist.

Wir fordern daher eine Abrüstung der Worte und stehen als Volkspartei zu verantwortungsvollem Handeln, um die großen Herausforderungen für Österreich zu meistern. Es braucht eine starke verlässliche Kraft in der Mitte. Dafür steht die Volkspartei.

Rechte und linke Extreme sind mit ernsthafter Sacharbeit der ÖVP und von Ihnen an der Wahlurne zu schlagen. Eine gute Gelegenheit dazu besteht diesen Sonntag! Daher bitte ich Sie auf diesem Wege um Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen
Ernst Strasser
Drucken   E-Mail   Link
Facebook   Twitter
lesenswert (1) Empfehlung
THEMA: Internationales und EU
23.05.2009
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrter Herr Dr. Strasser,

ich wende mich an Sie als Spitzenkandidat, der entsprechenden Einfluß hat, aber auch gleichermaßen Verantwortung trägt.

Die deutsche Sprache, die die muttersprachlich meistgesprochene Sprache Europas ist und insbesondere in den neuen Beitrittsländern des Ostens bisher präsent ist (war) wird in der EU - entgegen dem genannten Status und bestehender Vereinbarungen - stiefmütterlich behandelt. Man rechnet mit beinahe 100 Millionen muttersprachlich Deutschsprechenden. Während deutsche Spitzenpolitiker immer mehr den Übelstand in Brüssel anprangern, haben sich österr. Politiker unrühmlich verhalten. Vor allem die verflossene Außenministerin, aber auch andere Einflußreiche.

Abgesehen von der Zahl der Sprecher kommt hinzu, daß Deutschland der größte Beitragszahler ist, (plus Österreich) außerdem die größte Wirtschaftsmacht, aber bei Ausschreibungen der EU in einer einzigen Sprache alle Deutschsprachigen, also nicht nur Deutsche, sondern ebenso Österreicher, behindert sind.
Internetauftritte während der EU-Präsidentschaft werden von den Staaten nur in Englisch-Französisch angeboten.

Der Ombudsmann der EU hat im langwierigen und konstanten Vorgehen, ständig hinhaltend blockiert von bestimmten Stellen, verlangt, daß Deutsch entsprechend den Verträgen und der Bedeutung der Sprache in der EU, mehr Verwendung findet.

Frage an Sie: Wie stehen Sie und Ihre Partei zu dieser Frage und was gedenken Sie zu tun? Sollten Sie die Meinung teilen, daß Deutsch mehr Berücksichtigung finden sollte, was haben Sie bisher getan und wie wollen Sie den Prozeß befördern?
Danke im voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
Ein österr. Auslandswähler.
26.05.2009
Antwort von Ernst Strasser

Ernst Strasser
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers,

Ich danke Ihnen vielmals für Ihr E-Mail und die darin angesprochene Frage der Übersetzungs-Standards in der Europäischen Union. Sie weisen zu Recht darauf hin, dass die deutsche Sprache in vielen entscheidungsrelevanten EU-Gremien und Dokumenten nicht immer in dem Maß berücksichtigt wird, wie es ihr aufgrund ihrer faktischen Stärke und der Verträge zustehen würde. Schließlich ist eine wesentliche Voraussetzung für eine aktive Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger, der kleinen und mittleren Unternehmen und der Zivilgesellschaft an der EU, dass sie auch verstehen, was in der EU beraten und entschieden wird.

Die Übersetzungs-Strategie der EU Kommission aus dem Jahr 2006 ist derzeit in Überarbeitung. Ein neuer Entwurf, der 2008 vorgelegt werden sollte, wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Ich halte eine rasche Verbesserung der Übersetzungs-Strategie für unbedingt notwendig und werde mich jedenfalls dafür einsetzen. Gerade die Stärkung der nationalen Parlamente durch den Vertrag von Lissabon wird ein sicheres Verständnis der EU-Dokumente - und damit entsprechende Sprachenvielfalt - erfordern, wenn österreichische oder auch deutsche Abgeordnete nicht benachteiligt werden sollen und in der Lage sein sollen, ihre Kontroll- und Legislativaufgaben entsprechend zu erfüllen.

Die stärkere Berücksichtigung der Sprachenvielfalt in der politischen Praxis der EU einzufordern ist daher ein Vorhaben, das in meiner kommenden Arbeit als EU-Parlamentarier ganz oben steht. Es geht nicht nur darum, dass erforderliche finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden, sondern auch darum, dass die Übersetzungs-Strategie der EU Kommission rasch und grundlegend überarbeitet wird, dass die Mittelverwendung im Detail ausgewiesen und aufgeschlüsselt wird und dass die Mitgliedstaaten an der Ausarbeitung dieser neuen Übersetzungsstrategie beteiligt werden. Das liegt im Interesse Österreichs und dafür werde ich mich stark machen und Verbündete finden.

Mit freundlichen Grüßen nach Offenbach,

Ernst Strasser
Drucken   E-Mail   Link
Facebook   Twitter
lesenswert