Geben Sie hier einfach Ihren Namen und E-Mail Adresse an, um benachrichtigt zu werden, sobald eine Antwort zur Frage vorliegt:


Mit folgendem Link können Sie die Frage/Antwort direkt aufrufen:

Fragen werden nach folgenden Kriterien gefiltert:

Thema: Umwelt und Energie

» Alle Fragen anzeigen
Es sind 2 Fragen vorhanden:

THEMA: Umwelt und Energie
02.06.2009
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
S.g. Dr. Ernst Strasser……………

Würden Sie für einen „Umweltstandard für Zigarettenverpackungen“ als EU-Standard eintreten?

Neben der „nachhaltigen Vermeidung des Wegwerfabfalls Zigarettenkippen“ kann durch diesen Standard von der Tabakindustrie „Geld für Suchtprävention“ lukriert werden. (Nach einer Studie der Zeitschrift FORMAT machen Zigarettenkippen 58% des gesamten Wegwerfabfalls aus.)

Die Tabakindustrie, die die Zigarettenkippen produziert und Milliarden damit verdient, soll für ihre Zigarettenkippen verantwortlich gemacht werden und dafür sorgen, dass ihr Restmüll nicht mehr in der Umwelt landet. Sie soll die Rahmenbedingungen schaffen, damit das Wegwerfen von Zigarettenkippen nachhaltig vermieden werden kann.( = „Integrierter Abfallbehälter“ als „abfallvermeidende Produktvoraussetzung“*)

Der „Umweltstandard für Zigarettenverpackungen“ soll daher im Sinne nachhaltiger Abfallvermeidung vorschreiben, dass jedes Zigarettenpäckchen mit einem integrierten Abfallbehälter (einem integrierten Aschenbecher) auszustatten ist, damit das Wegwerfen von Zigarettenkippen nachhaltig vermieden werden kann, denn mit jedem Zigarettenpäckchen hat der Raucher* dann immer einen Aschenbecher zur Hand und somit die Möglichkeit, eigenverantwortlich, abfallvermeidungs- und umweltbewusst das Wegwerfen von Zigarettenkippen zu vermeiden.

Lizenzeinnahmen aus dem Patent AT413783B „Zigarettenpäckchen mit integriertem Aschenbecher“ fließen in einen Fonds für Suchtprävention und Förderung von Umweltprojekten.

* Basis ist der §9 des (österr.) AWG2002, der die „Ziele nachhaltiger Abfallvermeidung“ festlegt:
a) abfallvermeidende Produktgestaltung durch den Produzenten
b) Abfallvermeidungsbewusstsein durch den Konsumenten

Würden Sie für einen „Umweltstandard für Zigarettenverpackungen“ als EU-Standard eintreten?
05.06.2009
Antwort von Ernst Strasser

Ernst Strasser
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers,

danke für Ihre Frage. Wie ich höre, sind Sie immer wieder auch mit der ÖVP im Gespräch und setzen sich schon seit vielen Jahren für Ihr Modell und einen aktiven Umweltschutz ein. Das begrüße ich sehr.

Ich bin kein Freund von mehr zentralen Verordnungen und Vorschriften, das sage ich ganz offen. Auch wenn ich Ihre Idee für interessant halte und ich glaube, dass hier die Wirtschaft ansprechbar ist. Haben Sie das schon probiert? Derartige Angebote werden vielleicht gut aufgenommen, auch von den Raucherinnen und Rauchern.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und sende
freundliche Grüße nach Enns,

Ernst Strasser
Drucken   E-Mail   Link
Facebook   Twitter
lesenswert
THEMA: Umwelt und Energie
21.05.2009
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrter Hr. Strasser,

Wie stehen sie zum Gas und Dampfkraftwerk Mellach II, welches vom Verbund südlich von Graz errichtet wird. Vor allem zu den Aspekten, daß

- Mellach II bei 2 Mio T CO2 den österreichischen Steuerzahler 80 Mio Euro JÄHRLICH kosten wird (UVP Gutachten des Landes Steiermarkhttp://www.verwaltung.steie...esamt%2010.11.05.pdf , Zusammenfassung Betriebsphase, Seite 148 betreffs der 2 Mio t, bzw. Interessensvereinigung Energiewendewirtschaft betreffs der 40€ / thttp://www.iv-eww.at/?p=3 )

- 2/3 des dort produzierten Stromes für den Export (und damit Reibach des Verbundes) gedacht sind (Antwort von Hrn. Anzengruber auf meine Frage bei der Aktionärshauptversammlung 2009)

- ca. 500 MW (entspricht grob dem Wärmebedarf der steirischen Haushalte) in die Mur / Luft ungenutzt verheizt werden, dies wo alle Welt über Energiesparen spricht. (Infobroschüre zu Mellachhttp://www.verbund.at/cps/r...der_10-08%281%29.pdf , Seite 5 oben, bzw. Verbraucherseitige Studie zum Fernwärmebedarf der Stadt Grazhttp://www.fossilausstieg.a...akten:fernwaermegraz )

- Würden sie eine Petition FOSSILAUSSTIEG JETZT, die einen umgehenden Baustopp fossiler KWs und eine Umwidmung der Mittel in Energieeffizienzmaßnahmen und den Ausbau erneuerbarer Energien fordert unterschreiben und wenn Nein warum nicht ?

- Der Verbund laut e-control zu 100% als Wasserkraftversorger zertifiziert ist, und trotzdem drei große kalorische Kraftwerke betreibt. Wissen sie was der Verbund mit diesem Strom macht, da er es ja offensichtlich nicht in Österreich verkauft.


Hochachtungsvoll
Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
03.06.2009
Antwort von Ernst Strasser

Ernst Strasser
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers,

danke für Ihre Anfrage, zu der ich gerne Stellung nehme. Durch die gute Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Steiermark ist es in den vergangenen Jahren zu einem steigenden regionalen Strombedarf gekommen, der zunehmend durch Importe abgedeckt werden musste. Das soeben errichtete Übertragungsnetz durch die Oststeiermark, sowie der Ausbau des Gas-Kombi Kraftwerkes Mellach II sollen, neben einem forcierten Ausbau der erneuerbaren Energien, die fehlenden Kapazitäten aufbringen. Durch eine Auskoppelung von rund 250MW Fernwärme für den Großraum Graz soll es zu einer effizienten und möglichst umweltfreundlichen Energieausnutzung kommen.

Von den veranschlagten 550 Mio Euro Investitionsvolumen sollen laut Unternehmeninformation 130 Mio Euro direkt in der Region verbleiben, 500 bis 600 Bauarbeiter finden allein in der Bauphase eine Beschäftigung, 25 Dauerarbeitsplätze sollen entstehen.

Selbstverständlich gilt es in Zukunft die erneuerbaren Energien forciert auszubauen und mittel- bzw. langfristig einen Ausstieg aus den fossilen Energien anzugehen. Laut Energieexperten lässt sich aber kurzfristig ein vollständiger Ersatz fossiler Energie nicht bewerkstelligen. Gerade der konkret geplante Ausbau der Wasserkraft durch die Verbund Tochter Austrian Hydro Power (AHP) weist definitiv in die richtige Richtung.

Österreich hat seine Energieversorgung zur Zeit des Gasstreites zwischen Russland und der Ukraine souverän gemeistert. Dennoch zeigen uns die Ereignisse die Schwächen der europäischen Energiepolitik auf. Um nicht zu sehr in die Abhängigkeit von einzelnen Ländern zu geraten, muss rasch und dringend eine europäische Energiegesamtstrategie zur Realisierung nachhaltiger Energiesysteme entwickelt werden. Um eine nachhaltige Versorgungssicherheit gewährleisten zu können, sind die Erschließung alternativer Transportrouten und Speicher, die Diversifizierung von Energieträgern und Rohstofflieferanten, die Steigerung der Energieeffizienz auf allen Stufen der Bereitstellung und Nutzung und der verstärkte Einsatz von erneuerbaren Energiequellen unabdingbar. Wir wollen die Nutzung sauberer und wiederkehrender Energiequellen europaweit als Schritt in Richtung vermehrter Energieunabhängigkeit. Dafür werde ich mich stark machen.

Wir haben in unserem ÖVP-Europamanifest der nachhaltigen Politik breiten Raum gewidmet - ich freue mich, wenn Sie vorbeischauen und sich für unsere Ziele im gemeinsamen Europa interessieren:http://epaper.oevp.at/eu_wa...erkatalog/index.html

Mit freundlichen Grüßen

Ernst Strasser
Drucken   E-Mail   Link
Facebook   Twitter
lesenswert