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THEMA: Gesundheit und Sport
25.08.2008
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Herrn Grander die Stande zu halten bedeutet, gegen Wissenschaft zu sein, den Konsumenten und Verbraucherschutz mit Füßen zu treten, der Eso-Ökonomie ein Tatwerkzeug zum Übervorteilen und Abzocken zur Verfügung zu stellen.

Warum in Dreiteufelsnamen machen Sie das?


27.08.2008
Antwort von Johannes Hahn

Johannes Hahn
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers!

Ich nehme an, dass sich Ihre Anfrage auf die Verleihung des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst an Herrn Johann Grander sen. bezieht und die damit in Verbindung stehende Kommentierung Ihrerseits in einer österreichischen Tageszeitung.

Dazu ist festzustellen, dass jene Sachverhalte im Hinblick auf die Aberkennungstatbestände des § 8a des Bundesgesetzes, BGBl. Nr. 96/1955, i.d.F. BGBl. I Nr. 128/2001, die als Tatsachen einer Verleihung entgegengestanden wären oder die sich auf das Verhalten des Beliehenen, das zu einer Aberkennung eines Ehrenkreuzes führen könnte, ohne Frage ernsthafte und schwerwiegende sein müssen.

Aufgrund der nicht gegebenen Verhältnismäßigkeit zum einzig vorliegenden Fall einer Aberkennung eines verliehenen Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse im Falle Heinrich Gross, bei dem unbestritten und eindeutige ernsthafte und schwerwiegende Gründe im Sinne des § 8 a des zitierten Bundesgesetztes gegeben waren, ist die Anwendung des § 8 a im gegenständlichen Fall nicht zu vertreten.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Johannes Hahn
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THEMA: Kultur, Medien und Religion
23.08.2008
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrter Herr Dr. Hahn!

Es gab am Beginn dieser Legislaturperiode die Idee, den Zutritt zu den Museen der Bevölkerung unentgeltlich anzubieten. Später wurde dies revidiert und auf einzelne Tage reduziert.

Meine Fragen:

1. Werden Sie bzw. die ÖVP dafür eintreten, dass der Zugang zu den Museen unentgeltlich möglich sein wird?

2. Werden Sie bzw. die ÖVP dafür eintreten, dass Theater- und Konzertkarten für Durchschnittsverdiener wieder leistbarer werden?
26.08.2008
Antwort von Johannes Hahn

Johannes Hahn
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers!

Sie haben Recht, im Regierungsprogramm 2007-2010 haben wir im Kapitel "Kunst & Kultur" mit der SPÖ die "Einführung eines eintrittsfreien Tags 12 Mal pro Jahr für alle Bundesmuseen gegen Kostenersatz zur verstärkten Anbindung der Museen an das Publikum." vereinbart.
Bisher hat es allerdings die für die Umsetzung zuständige Kulturministerin Dr. Claudia Schmied verabsäumt ein realisierbares und vor allem finanzierbares Konzept dazu vorzulegen. Schließlich greift es zu kurz einzig nach Gratismaßnahmen der Museen zu verlangen, aber auf der anderen Seite die Museen bei der Finanzierung allein zu lassen.
Mir als Wissenschaftsminister ist es ein großes Anliegen den Zugang zu den Bundesmuseen für die Österreicherinnen und Österreicher zu verbessern und damit gerade Familien und Jugendlichen einen möglichst breiten Zugang zu kultureller Bildung zu ermöglichen. Seien Sie versichert, sofern wir den Auftrag der Wählerinnen und Wähler bei der kommenden Wahl zur Regierungsbildung bekommen, dass die ÖVP dafür auch weiterhin eintreten wird.

Mit freundlichen Grüßen
Johannes Hahn
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THEMA: Wissenschaft und Universitäten
23.08.2008
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Eine der wichtigsten Wissenschaftszeitungen Nature schreibt: "Something, it seems, is rotten in the state of Austria"

Leider kann ich das nur durch ein paar Beispiele, die ich persönlich mitbekommen habe, bestätigen:
Ich kenne Uniabsolventen, die ohne Bezahlung bzw Sozialversicherung mehrere Monate 40h/Woche für die Uni gearbeitet haben, nur um eine Stelle zu bekommen.

Ein FWF-Antrag einer Freundin wurde nicht mit inhaltlicher sondern nur mit persönlicher Kritik eines Reviewers abgelehnt. Wie genau sich der Reviewer mit dem Antrag befasst hat, sieht man daran, dass zwei von drei Namen der Antragsteller falsch geschrieben worden sind. Der zweite Reviewer hat das Projekt befürwortet.

Ich kenne PhD-Studenten, die zwar gut publizieren, aber nicht von der Forschung leben können, weil Grants, wenn sie gewährt werden, auf viele Studenten aufgeteilt werden. Deshalb mussten sie den PhD abbrechen.

Ich selbst habe leider auch schon aus eigener Erfahrung mitbekommen, wie stark Pharmafirmen die medizinische Forschung beeinflussen. Den Unis und anderen Forschungsinstituten bleibt leider keine andere Wahl, als ihren Namen für kommerzielle Pharmakonzerne herzugeben, da per Gesetz ein Großteil der Forschung drittmittel-finanziert werden muss. Als logische Konsequenz werden Medikamentenkosten für das Gesundheitssystem in Zukunft nicht gesenkt werden können, sondern werden weiter steigen.

Ich habe vor kurzem mein Medizinstudium beendet und leiste derzeit meinen Zivildienst (Übrigens bin ich jetzt auch finanziell von meinen Eltern abhängig). In meiner Freizeit versuche ich eine Forschungskooperation zwischen Tansania, der Med Uni Innsbruck und dem CDC in Atlanta aufzubauen. Durch die jüngsten Skandale wird dies nicht erleichtert.
Ich überlege, ob ich nach meinem Zivildienst eine wissenschaftliche Karriere starten soll.

Welche Verbesserungen möchten Sie durchführen, um mir das in Österreich zu ermöglichen?
26.08.2008
Antwort von Johannes Hahn

Johannes Hahn
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers!

Bezüglich Ihrer Frage zum Editorial im "Nature" muss ich die abertausenden Wissenschafter in Österreich verteidigen. 99 Prozent von denen machen eine sehr gute Arbeit. Es wird immer schwarze Schafe geben. Ich plädiere da für aktive Gelassenheit oder auch gelassene Aktivität. Denn die positiven Nachrichten von unseren Universitäten überwiegen bei Weitem die schlechten.

Ich dränge jetzt jedenfalls auf die schnelle Einrichtung einer Prüfstelle, die ja schon lange überlegt wird. Diese Agentur für wissenschaftliche Integrität soll sich aus den Institutionen heraus als Verein organisieren. Sie sollte auch weit weg vom Ministerium angesiedelt sein, damit gar nicht erst der Eindruck von Intervention entsteht. Zunächst war auch nur angedacht, dass sie aktiv wird, wenn sie darum gebeten wird. Inzwischen sage ich, sie soll auch von sich aus aktiv werden oder sogar unangemeldet auftauchen können.

Angesprochen auf die Personalsituation auf unseren Universitäten darf ich Ihnen mitteilen, dass die Professionalisierung der Strukturen insbesondere im Bereich der NachwuchswissenschafterInnen eine meiner Topprioritäten ist. Jungen Menschen, die in die Wissenschaft gehen wollen, sollen zukünftig tragfähige Strukturen angeboten werden. Diesbezüglich darf ich Sie auf die Ergebnisse des Forschungsdialogs hinweisen (siehe dazu auch www.forschungsdialog.at): mehr Förderung von Karrieren und der Start der Exzellenzinitiative. Beispielsweise werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung seit 2007 "DK plus" Bewilligungen durch den FWF ausgesprochen (siehe dazu auch: www.fwf.ac.at). Damit wird die Anzahl jener Personen, die in internationalen Standards gerecht werdenden PhD-Programmen ihre wissenschaftliche Karriere starten, signifikant ausgebaut. Mit FWF-Grants werden ca. 1400 DoktorandInnen ordnungsgemäß angestellt. Und das ist - wie gesagt - nur eine Maßnahme im Rahmen der umfassenden Exzellenz-Initiative.

Bezugnehmend auf das Anliegen Ihrer Freundin, darf ich Sie bitten, dass sie sich in dieser Angelegenheit direkt an den Wissenschaftsfonds FWF wendet. Der Wissenschaftsfonds entwickelt seine Fördertätigkeit unter voller Wahrung des Datenschutzes. Die Verantwortungsträger des FWF stehen den Antragstellerinnen und Antragstellern als kompetente Ansprechpersonen auch im Falle von Kritik zur Verfügung.

Was Ihre Anfrage zu den Bedingungen für PhD-Studierende anlangt, darf ich Sie darauf hinweisen, dass bei FWF-Projekten und in PhD-Programmen wie sie als "DK plus" realisiert werden, jede Kollegiatin und jeder Kollegiat über eine voll bezahlte Stelle für die Dauer der Kollegiatszugehörigkeit verfügt. Das Programm "DK plus" wird beginnend mit diesem Herbst in den nächsten Jahren Zug um Zug ausgebaut werden.

Zur Drittmittelfinanzierung darf ich anmerken: Drittmittelfinanzierung ist nicht gleich Drittmittelfinanzierung. So ist zum Beispiel die freie Themenwahl und somit die Freiheit der Forschung bei drittmittelfinanzierten Projekten des Wissenschaftsfonds voll gegeben. Es spricht gar nichts dagegen, die Antragsintensität beim FWF zu steigern. Die Rahmenbedingungen dafür haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert.

Abschließend darf ich Sie beruhigen und darf Ihnen versichern, dass ich als Wissenschaftsminister eindringlich daran arbeite, die Bedingungen für NachwuchswissenschafterInnen deutlich zu verbessern. Wir haben die Defizite in diesem Bereich erkannt und gehen Zug um Zug daran, die Strukturen, in denen junge Menschen am Beginn ihrer wissenschaftlichen Karriere arbeiten, stark zu verbessern; denn Sie sprechen einen Punkt an, der für die Entwicklung unseres Landes von entscheidender Bedeutung ist: allen jungen Menschen, die eine wissenschaftliche Karriere anstreben, eine Perspektive zu eröffnen! Die FWF-Projekte und "DK plus" Angebote sind in diesem Zusammenhang ein ganz wichtiges Element.

Mit freundlichen Grüßen
Johannes Hahn
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