Geben Sie hier einfach Ihren Namen und E-Mail Adresse an, um benachrichtigt zu werden, sobald eine Antwort zur Frage vorliegt:


Mit folgendem Link können Sie die Frage/Antwort direkt aufrufen:

Fragen werden nach folgenden Kriterien gefiltert:

Typ: nur beantwortete Fragen

» Alle Fragen anzeigen
Es sind 3 Fragen vorhanden:

THEMA: Internationales und EU
07.02.2012
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Ich beschäftige mich nun seit einiger Zeit mit ACTA und wollte fragen, wieso über dieses Thema erst so richtig etwas durchdringt, nachdem ein österreichischer Botschafter dieses Abkommen bereits unterzeichnet hat?

Wie wird die sozialdemokratische Fraktion mit diesem Thema weiterverfahren, bzw. was kann ich, als normale Bürger, tun um dieses Abkommen zu stoppen?

MfG
08.02.2012
Antwort von Karin Kadenbach

Karin Kadenbach
Liebe Bürgerin, lieber Bürger!

Vielen Dank für Ihre Nachricht! Aufgrund der hohen Anzahl der Zuschriften zu "ACTA" haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich nicht jeder und jedem persönlich antworten kann. Im Folgenden möchte ich Ihnen meine Position zu ACTA übermitteln:http://karinkadenbach.at/?pid=5500&id=76228

Mit freundlichen Grüßen

Karin KADENBACH
Mitglied des Europäischen Parlaments
Drucken   E-Mail   Link
Facebook   Twitter
lesenswert (4) Empfehlungen
THEMA: Gesundheit und Sport
24.11.2009
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrte Frau Kadenbach,

mit Interesse habe ich über Sie und Ihr Engagement in Sachen Nichtraucherschutz in der FAZ oder WamS gelesen.

Soweit es Ihnen möglich ist würden Sie allen Nichtrauchen einen großen Dienst erweisen, wenn das Nichtraucherverbot nicht nur innerhalb der Gaststätten oder Hotels bestehen würde, sondern auch auf die Freiflächen (Terrassen / Balkone) erweitert würde. Gerade in der frischen Luft ist es besonders gesundheitsgefährdend und unangenehm wenn der Qualm der Zigaretten und Zigarren durch den Wind einem direkt ins Gesicht geblasen wird. Auch vom Rauchen auf Balkonen wird man durch den in die Zimmer ziehenden Qualm und Geruch unzumutbar gefährdet und belästigt.

Wenn jemand unbedingt rauchen will oder muß, kann er das in seinem Zimmer bei geschlossenem Fenster tun, dann hat er doch ganz lange und ganz allein was von seinem Nikotin!

Ich hoffe auf Ihr durchgreifendes Engagement auch dafür, daß europaweit die gleichen strengen Normen zu gelten haben. In Deutschland ist bald alle halbe Jahre eine Wahl und unsere Landes- und auch Bundespolitiker haben "die Hosen voll" nicht vom Rauchen, sondern vor den möglicherweise verlustig gehenden Raucherwahlstimmen.

Teilen Sie mir doch bitte mit, ob von der EU diese strengeren und bindenderen Vorgaben geplant sind.

Mit freundlichen Grüßen

Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
18.12.2009
Antwort von Karin Kadenbach

Karin Kadenbach
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers,

ich bedanke ich mich für Ihre Anfrage zum Thema EU Nichtraucherschutz.

Ich stimme Ihnen vorbehaltlos zu, dass Zigarettenqualm besonders für uns Nichtraucher auch an der frischen Luft gesundheitsgefährdend und unangenehm ist.

Rauchen verursacht mit Abstand die meisten vermeidbaren Todesfälle - etwa 650 000 jährlich - Erkrankungen und Invaliditätsfälle in der EU. Eine erhebliche Zahl sind auf die Belastung durch Passivrauchen zurückzuführen. Auf EU-Ebene war die Frage rauchfreier Zonen bislang Gegenstand nicht verbindlicher Entschließungen und Empfehlungen. Aktuell wurde eine Empfehlung der Europäischen Kommission an den Rat herausgegeben, sich für eine verpflichtende Gesetzgebung in allen Mitgliedstaaten bezüglich eines Rauchverbotes in abgeschlossenen Räumen, wie etwa an Arbeitsplätzen, in öffentlichen Gebäuden und öffentlichen Verkehrsmitteln, auszusprechen. Die EU hat derzeit nicht die Kompetenz, in diesem Bereich verpflichtende Regeln aufzustellen, dies ist den Mitgliedsstaaten überlassen. Die EU darf jedoch europaweite MINDESTstandards für den Arbeitnehmerschutz aufstellen und hat dies bereits getan, daher die abgetrennten Rauchbereiche in Gaststätten. Gaststättenpersonal bildet die gefährdetste Berufsgruppe, da in Bars und Restaurants außerordentlich hohe Konzentrationen an Tabakrauch herrschen. Die Gesetze zur Schaffung rauchfreier Zonen haben sich unmittelbar auf die Gesundheit ausgewirkt, indem sie die Atemwegsgesundheit von Gaststättenpersonal verbessert und das Auftreten von Herzinfarkten in der Allgemeinbevölkerung gesenkt haben.

Das Europäische Parlament hat im November einen Entschließungsantrag an den Europäischen Rat übergeben, den ich auch unterstützt habe. Hierin werden die EU-Mitgliedsstaaten aufgefordert, einheitliche Gesetze zum Thema Nichtraucherschutz in der EU zu schaffen.

Ich bin der Ansicht, dass Europa ein konsequentes Vorgehen beim Nichtraucherschutz braucht. Für mich ist es nicht länger tragbar, dass viele Menschen, insbesondere Kinder, wegen zu lascher Gesetzgebungen gesundheitliche Beeinträchtigungen hinnehmen müssen. Ich setze mich für eine verpflichtende Gesetzgebung in allen Mitgliedstaaten bezüglich eines Rauchverbotes in abgeschlossenen Räumen, wie etwa an Arbeitsplätzen, in öffentlichen Gebäuden und öffentlichen Verkehrsmitteln, ein.

Mit freundlichen Grüssen
Karin Kadenbach
Drucken   E-Mail   Link
Facebook   Twitter
lesenswert (2) Empfehlungen
THEMA: Gesundheit und Sport
11.10.2009
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrte Frau Kadenbach!

Leider gehört Österreich beim Schutz der Nichtraucherinnen und Nichtraucher zu den Schlußlichtern in Europa. Halbherzige Gesetze die keiner Kontrolle únterliegen lassen Raucherinnen und Raucher nur milde lächeln.

Länder wie Finnland, Schweden, Norwegen oder Irland zeigen uns wie Menschen vor den schädlichen und tödlichen Giftstoffen des Tabakrauches geschützt werden können.

Ich würde von Ihnen gerne wissen, ob bzw. welche Maßnahmen die Europäische Union zum Schutz der Nichtraucherinnen und Nichtraucher in absehbarer Zeit ergreifen wird. Bedauerlicherweise sind die Menschen in Österreich in dieser Angelegenheit auf den Schutz der Europäischen Union angewiesen, da die Österreichische Bundesregierung bzw. der Nationalrat keinen effizienten Schutz für die eigene Bevölkerung zur Verfügung stellen will.

Ich danke herzlich für Ihre Bemühungen und freue mich auf Ihre geschätzte Antwort

Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
24.11.2009
Antwort von Karin Kadenbach

Karin Kadenbach
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers!

Vielen Dank für ihre Anfrage zum Thema Nichtraucherschutz.

Wie Sie in Ihrem Schreiben betonen, ist der Nichtraucherschutz in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union sehr unterschiedlich ausgeprägt. Einige Staaten, wie etwa Frankreich, sind sehr rigoros, was den Nichtraucherschutz betrifft, andere Länder haben im Vergleich dazu weniger strenge Regelungen.

Dass es in Europa ein unterschiedliches Niveau im Nichtraucherschutz gibt, liegt daran, dass die Ausgestaltung der rauchfreien Zonen den Mitgliedstaaten selbst überlassen bleibt, die Kommission kann nur Empfehlungen abgeben. Uns EU-Abgeordneten ist die Schwäche dieser Regelung bewusst und deshalb haben wir im Umweltausschuss eine Resolution vorbereitet, in der wir uns für eine verpflichtende Gesetzgebung in allen Mitgliedstaaten bezüglich eines Rauchverbotes in abgeschlossenen Räumen, wie etwa an Arbeitsplätzen, in öffentlichen Gebäuden und öffentlichen Verkehrsmitteln, aussprechen. Abgestimmt wird über diese Resolution am 26. November. Es bleibt zu hoffen, dass sich auch der Ministerrat den Empfehlungen des Parlaments anschließt.


Mit freundlichen Grüssen
Karin KADENBACH
Drucken   E-Mail   Link
Facebook   Twitter
lesenswert (1) Empfehlung