Geben Sie hier einfach Ihren Namen und E-Mail Adresse an, um benachrichtigt zu werden, sobald eine Antwort zur Frage vorliegt:


Mit folgendem Link können Sie die Frage/Antwort direkt aufrufen:
Es sind 4 Fragen vorhanden:

Seiten (2): [1] 2 nächste » ... letzte »
THEMA: Arbeit
17.09.2008
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Ich arbeite seit 9 Jahren in einem internationalen Konzern im Umweltmanagement. Mit meinen Kollegen habe ich ein gutes Verhältnis, daher sprechen wir untereinander auch offen über unser Gehalt.
Als eines der wenigen weiblichen Mitglieder im Team merke ich, dass wir trotz oft gleicher Ausbildung und Erfahrung einfach weniger verdienen. Auch die Projekte, die die Frauen zugeteilt bekommen, sind meist nicht so prestigeträchtig. Solche Projekte sind allerdings nötig, um sich zu beweisen und im eigenen Konzern oder in anderen in höhere Positionen aufsteigen zu können.
Was sehen Sie für Möglichkeiten, die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen zu verkleinern? Und was könnten Sie tun, um qualifizierten Frauen den Weg in Führungspositionen zu erleichtern?
23.09.2008
Antwort von Maria Rauch-Kallat

Maria Rauch-Kallat
Sehr geehrte Frau Vorname des Fragestellers!

Vielen herzlichen Dank für Ihre Frage - sie beinhaltet gleich mehrere Anliegen, die auch mir persönlich sehr wichtig sind: Frauen in Führungspositionen (die viel zitierte "gläserne Decke") und die leider nach wie vor vorhandene Einkommensschere zwischen Männern und Frauen.

Mentoring unter Frauen ist ein sehr wichtiges Thema - aus diesem Grund habe ich im letzten Jahr den Mentory Club gegründet, der sich zum Ziel gesetzt hat, Frauen genauso gut wie Männer untereinander zu vernetzen und Frauen zu zeigen, dass die gläserne Decke durchbrochen werden kann (www.mentory.at). Besonders wichtig ist es, das Selbstvertrauen und die Selbstverständlichkeit von Frauen zu stärken.

Aus diesem Grund möchte Ihnen zwei Autorinnen "vorstellen", Linda Babcock und Sara Lascherer, die zwei sehr interessante Bücher geschrieben haben und die ich Ihnen empfehlen möchte: "Ask For It: How Women Can Use the Power of Negotiation to Get What They Really Want" und "Women Don´t Ask: Negotiation and the Gender Divide".

Politisch gesehen ist auf dieser Ebene ist eine Forcierung von Frauen in allen politischen Entscheidungsgremien von absoluter Wichtigkeit. Der Frauenanteil von Frauen in Führungspositionen in der Wirtschaft muss ebenso gefördert werden - hierzu wäre es sinnvoll, einen verpflichtenden Anteil von Frauen in Aufsichtsratsgremien auszuverhandeln.

Ich hoffe, Ihnen Ihre Frage hiermit beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Maria Rauch-Kallat
Drucken   E-Mail   Link
Facebook   Twitter
lesenswert (2) Empfehlungen
THEMA: Gesundheit und Sport
16.09.2008
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrte Fr. Rauch-Kallat,

vor einigen Jahren wurde der Mundschutz-Flop von Ihnen initiiert. Man konnte in einem Fernsehbeitrag sehen, dass diese gelagert werden, und dafür monatlich 5.000€ an Kosten (soweit ich informiert bin, ist das der Aufwand für die Lagerung in einer Halle) entstehen. Nachdem das ganze Unternehmen schon ca. 5 Mio € für den Kauf (tw. überteuert von den Geschäften zurück gekauft) gekostet hat, würde mich interessieren, ob nicht zumindest dem monatlichen Aufwand ein Ende gesetzt wurde, da es sich ja, wie leider so oft, um Steuergeld handelt. Dieses Geld könnte doch viel besser eingesetz werden (Stichwort Bildung, Heime, usw.).

Bitte um status quo, Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
18.09.2008
Antwort von Maria Rauch-Kallat

Maria Rauch-Kallat
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers!

Österreich hat - wie alle anderen europäischen Länder - für den Fall einer Vogelgrippe-Pandemie einen eigenen Pandemieplan entwickelt und im Ministerrat verabschiedet. In diesem ist die vorsorgliche Lagerung von Mundschutzmasken vorgesehen, um beim Ausbruch einer Pandemie zumindest für die gefährdeten Personen (Krankenhauspersonal, Krankentransportpersonal, Busfahrer etc.) sofort ausreichend Schutzmasken zur Verfügung zu haben, bis eine Massenproduktion angelaufen ist. Daher sind die anfallenden Kosten keine sinnlose Ausgabe, sondern eine absolut notwendige Vorsorge. Im übrigen lagern in Österreich seit den Anthrax-Anschlägen nach dem 11. September 2001 auch rund 1 Million Dosen Pockenschutzimpfstoff, den wir hoffentlich nie brauchen werden.
Trotzdem waren und sind Vorsorgemaßnahmen notwendig. Die Mundschutzmasken können im übrigen zum Unterschied vom Pockenimpfstoff vor ihrem Ablauf bzw. Austausch für andere Zwecke eingesetzt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Maria Rauch-Kallat
Bundesministerin a.D.
Abg.z.NR
Drucken   E-Mail   Link
Facebook   Twitter
lesenswert (2) Empfehlungen
THEMA: Asyl und Integration
15.09.2008
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrte Frau Rauch-Kallat!

So weit ich weiß und soweit ich das verfolge, wurden in Ihrer Zeit als Frauenministerin ja einige Maßnahmen gesetzt, um traditionsbedingte Gewalt an Frauen zu bekämpfen. Ist Ihnen dieses Thema nach wie vor ein Anliegen oder ist es in der Zwischenzeit sanft entschlafen?
15.09.2008
Antwort von Maria Rauch-Kallat

Maria Rauch-Kallat
Sehr geehrte Frau Vorname des Fragestellers!

Herzlichen Dank für Ihre Frage, die ich Ihnen gerne beantworten werde.
Sie haben recht, in meiner Zeit als Frauenministerin war es mir ein besonderes Anliegen, mich für das Thema der traditionsbedingten Gewalt an Frauen einzusetzen. Ich habe daher im Zuge der Österreichischen EU-Präsidentschaft im ersten Halbjahr 2006 gemeinsam mit EU-Kommissarin Dr. Benita Ferrero-Waldner das Network Against Harmful Traditions - NAHT gegründet. NAHT ist ein Informations- und Vernetzungs-Portal für RegierungsvertreterInnen, Bürgerinitiativen, betroffene Frauen und Mädchen, Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs) und für bestehende Netzwerke und Institutionen, die gegen jede Form der traditionsbedingten Gewalt auftreten. Aufklärungsarbeit, Sensibilisierung und gegenseitigen Unterstützung sind die Ziele von NAHT.
In meiner Funktion als Abgeordnete möchte und werde ich diese Initiative weiterführen, um das Problem der traditionsbedingten Gewalt in Österreich beim Namen zu nennen und um es zu bekämpfen.

DANKE!

Mit freundlichen Grüßen

Abg. z. NR Maria Rauch-Kallat
Bundesministerin a.D.
Drucken   E-Mail   Link
Facebook   Twitter
lesenswert (4) Empfehlungen
Seiten (2): [1] 2 nächste » ... letzte »