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THEMA: Wirtschaft
23.09.2008
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Worin sehen Sie die größte Bedrohung für den erreichten Wohlstand in Österreich?
25.09.2008
Antwort von Wolfgang Gerstl

Wolfgang Gerstl
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers!

Vielen Dank für Ihre Frage!
Momentan sehe ich die größte Bedrohung für den erreichten Wohlstand die Wahlzuckerl der SPÖ, die schlichtweg nicht leistbar sind, ohne einen Großen Berg Schulden zu verursachen.
Obwohl Österreich ein prosperierendes Land ist, bin ich der Meinung, dass wir nachhaltig und verantwortungsvoll handeln müssen. Politik darf nicht für den Augenblick oder die bevorstehende Wahl gemacht werden, sondern muss vor allem auf die kommenden Generationen gerichtet sein-wir dürfen unseren Kindern und Enkeln keinen Schulden-Rucksack aufbürden-darin sehe ich die größte Bedrohung für unser Land!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Wolfgang Gerstl
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THEMA: Asyl und Integration
23.09.2008
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Wie könnten Sie sich eine "geregelte" Zuwanderung von Fachkräften aus
dem Ausland vorstellen ?
24.09.2008
Antwort von Wolfgang Gerstl

Wolfgang Gerstl
Sehr geehrter Herr Dr. Amman!

Vielen Dank für Ihre Frage!

Der Fachkräftemangel spitzt sich immer deutlicher zu. Eine Umfrage besagt, dass mittlerweile bereits 83 % der Betriebe Schwierigkeiten haben, gut ausgebildetes Personal zu finden.
Anfang 2008 wurde daher der Arbeitsmarktzugang für neue EU-Bürger in 50 Mangelberufen erleichtert.
Damit es jedoch zu keiner Bevorzugung ausländischer Arbeiter gegenüber innländischer gibt, gilt eine besondere Regelung.
Für die Erteilung der Beschäftigungsbewilligung in 50 Mangelberufen ist zwar keine einhellige Befürwortung durch den AMS-Regionalbeirat mehr erforderlich. Das AMS erteilt jedoch die Beschäftigungsbewilligung nur, wenn auf die zu besetzende Stelle keine inländische oder integrierte ausländische Fachkraft, die als "Arbeit suchend" vorgemerkt ist und entsprechende Qualifikationen hat, vermittelt werden kann.
Somit kann von keiner Bevorzugung gesprochen werden.
Ausländische Fachkräfte erst dann, wenn in Österreich niemand verfügbar ist!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Wolfgang Gerstl
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THEMA: Innere Sicherheit und Justiz
23.09.2008
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Wie steht es wirklich um die Kriminalstatistik? In den Aussagen der Politiker heißt es immer wieder Österreich ist sicher.(Platter)
In den Medien wird auf der einen Seite die Aussage der Politiker wiedergegeben. ( Sicher) Auf der nächsten Seite wird wieder von Überfällen Einbrüchen etc. berichtet. Herr Strasser hat unter Schüssel Einsparungen von Polizei und Polizeiposten vorgenommen. Herr Schüssel hat dafür die Zahlungen an die EU erhöht, damit ist kein Geld für die innere Sicherheit vorhanden. Man kann sich garnicht vorstellen, welches Vermögen von Österr. durch Diebstahl aus dem Land gehen und zusätzlich der Schock für den Einzelnen der davon betroffen ist. Gute Arbeit dieser beiden Herren, aber nicht für Österreich.
25.09.2008
Antwort von Wolfgang Gerstl

Wolfgang Gerstl
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers,

ich gehe davon aus, dass es für die Beamten des Innenministeriums keinen Grund gibt die Kriminalstatistik zu fälschen. Die Kriminalität in Österreich ist rückläufig. Waren es für Jänner 2007 bis August 2007 noch 397.459 angezeigte Straftaten, so waren es im Vergleichszeitraum 2008 um 5,8 % weniger, also 374.551 Straftaten. Das zeigt, das unsere Sicherheitspolitik in die richtige Richtung geht, trotzdem gibt es noch immer zu viele Delikte. Denn für den einzelnen Bürger ist dieser Rückgang noch nicht zu bemerken. Wohl jeder hat in seinem Bekanntenkreis jemanden, der Opfer von Kriminalität geworden ist.

Entgegen vieler Befürchtungen anlässlich der Erweiterung des Schengen-Raumes 2007 auf die östlichen EU-Nachbarstaaten hat sich die Kriminalität in Österreich nicht verstärkt, sondern ist eben zurück gegangen. Österreich liegt nun nicht mehr an der Außengrenze der EU, sondern ist ins Innere gerückt. Trotzdem gilt es weiterhin die Problembereiche im Auge zu behalten und mit angepassten Strategien sofort zu reagieren. Eine breite Grenzraumkontrolle, Schleierfahndung und grenzüberschreitende Kontrollen. Ich gebe Ihnen recht: Verstärkt bekämpfen müssen wir hier zweifellos den Kriminaltourismus, hier müssen die Instrumente weiter nachgeschärft werden.

Ein weiterer Schritt zur effektiveren Kriminalitätsbekämpfung ist, die Polizei für ihre eigentlichen Aufgaben frei zu spielen. Derzeit sind beispielsweise in Wien tagtäglich 2.000 PolizistInnen damit beschäftigt, ortspolizeiliche Verordnungen und Wiener Landesgesetze zu überwachen. Statt Polizistinnen und Polizisten zusätzlich mit Aufgaben der Stadt zu belasten, sollten sie durch den Einsatz einer Stadtwache entlastet werden. Die Stadtwache würde als Vereinigung aus Teilen der Rathauswache und anderen bereits bestehenden Überwachungsorganen wie Waste-Watcher, "Blau- und Weißkappler", etc. eine Entlastung der Polizei als städtischen Ordnungsdienst bedeuten. So könnten sich die Polizei wieder stärker auf die Kriminalitätsbekämpfung konzentrieren. Wiens Polizistinnen und Polizisten werden von der Stadt derzeit beispielsweise zum Eintreiben von Bußgeldern bei säumigen Zahlern von Parkstrafen herangezogen. Es geht dabei immerhin um 38.000 Parksünder, die ihr Strafmandat nicht bezahlt haben und bei denen jetzt von der Polizei das Bußgeld eingetrieben werden muss. Würde die Polizei von solchen administrativen Tätigkeiten durch eine Stadtwache befreit so hätten wir bis zu einem Drittel mehr Kapazitäten zur Kriminalitätsbekämpfung.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Wolfgang Gerstl
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