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Es ist 1 Frage vorhanden:

THEMA: Umwelt und Energie
28.08.2008
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sg. Frau Berner, ich hätte folgende Fragen zur Umwelt-/Energiepolitik der Grünen:
Warum schlägt ihre Partei zwar den Ausbau der erneuerbarer Energien wie Biogas und Windenergie vor, ist jedoch gleichzeitig gegen den weiteren Ausbau der Wasserkraft (ich spreche hier nicht von den Großkraftwerken and der Donau, sondern von Nebenflüssen und Kleinwasserkraft, die immer wieder auf Gegeninitiativen ihrer Partei treffen). Gleichzeitig lobt ihre Partei aber die vorhandene Wasserkraft, irgendwie absurd meine ich.

Ich gebe zu bedenken, dass Windenergie in Österreich nicht effizient und vorallem aber nicht konstant genug ist, daher müssen sämtliche dieser Kapazitäten mit schnell abrufbarer Energie (derzeit sind das die Wärmekraftwerke, gefeuert mit Kohle, Erdgas und Erdöl aus Importen) abgesichert werden - dies kann wohl nicht im Sinne der Grünen sein.

Biogas erzeugt aus landwirtschaftlichem Anbau geht ebenfalls mit drei großen Herausforderungen einher: Wird der Anbau forciert, müssen mehr Dünge- und Spritzmittel her. Die Ökonomie von Biogas ist derzeit nur durch Förderungen gewährleistet (kostet eigentlich mehr als sie einbringt). Und zuletzt bleibt dann natürlich noch die Frage der Lebensmittelversorgung,...

Ich danke Ihnen im voraus für die Beantwortung
mfg
Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers

05.09.2008
Antwort von Ursula Berner

Ursula Berner
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers,

Danke für Ihre Frage und Ihre Geduld beim Warten auf eine Antwort. Vorrausschicken möchte ich, dass ich keine Umweltexpertin bin. Mein Schwerpunkt sind Frauen- und Kulturangelegenheiten. Dennoch einige Gedanken dazu:
Wir (die Grünen) haben ein umfassendendes Programm vorgestellt, zur Energiewende: nur durch sinnvolle und nachhaltige Veränderung in der Ressourcennutzung, kann eine gleichbleibende und langfristig bestehende Energieversorgung gewährleistet werden. Dafür ist ein guter Mix von unterschiedlichen erneuerbaren Energiequellen nötig (Sonne, Wind, Wasser, Biomasse). Zur sinnvollen und nachhaltigen Nutzung jeder dieser Energiequellen ist es weiters notwendig bestimmte Rahmenbedingungen einzuhalten. Sonst finden wir in einigen Jahren auch im Bereich Wasser - um bei Ihrem Beispiel zu bleiben - statt Natur nur noch eine tote Brühe vor. Um unwiederbringliche Umweltzerstörungen, wie sie in den letzten 100 Jahren passiert ist, vorzubeugen hat die EU die Wasserrahmenrichtlinie herausgegeben. Österreich ist hier bei der Festlegungung von ökologischen Ziele für Oberflächengewässer säumig, wodurch schlechte Einzelfallentscheidungen zugunsten von Wasserkraftwerken gefällt werden können. Wesentlich wichtiger, als ständig neue Wasserkraftwerke zu bauen, wäre es aber noch, die bestehenden alten effizienter zu gestalten bzw. über weitere Alternativen nachzudenken. Mehr Details zu den Überlegungen zur Neugestaltung des Energiesystems finden Sie unter folgendem Link: http://energiewende.at/.

Mit freudnlciehn Grüßen
Maga Ursula Berner
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