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THEMA: Umwelt und Energie
22.09.2008
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Hallo Herr Köchl!

Ich habe in letzter Zeit viel über alternative Energien wie zum Beispiel Windräder gelesen. Nun wollte ich Sie fragen wieso diese Art der Energiegewinnung in Kärnten kaum zum Einsatz kommt?

Liebe Grüße!
22.09.2008
Antwort von Matthias Köchl

Matthias Köchl
Geschätzte Frau Vorname des Fragestellers!

In Kärnten gibt es aktuell leider nur ein Windkraftwerk am Plöckenpass. Von dort kaufe ich meinen Strom ein, bei Alpen-Adria-Energie.

Kärnten ist neben Tirol das einzige Bundesland ohne Windpotential-Karte, also eine Karte die mit Windmessungen das Potential der Windkraft in unterschiedlichen Gegenden anzeigt.

Dabei senken die Windräder in Österreich seit drei Monaten real den Strompreis. Ganz konkret: der Fördertarif für Windkraft-Ökostrom beträgt 7,5 Cent pro KWh. Der Grosshandelspreis für Strom ist aber im letzten Quartal von 5,5 auf 8,5 Cent pro Kilowattstunde gesprungen.

So tragen alle Windräder Österreichs mittlerweile OHNE FÖRDERGELD zur Senkung des Stromtarifs bei. Die Politik hat das leider - bis auf die Grünen - noch nicht gecheckt. Das möchte ich ändern, ein neues Ökostromgesetz wäre dazu wichtig!

Matthias Köchl
www.koechl.net
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THEMA: Umwelt und Energie
15.09.2008
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Wollen die Grünen Biodiesel u.a. Biotreibstoffe wirklich noch weiter fördern?
Oder schwenken Sie jetzt ganz auf Elektro um?
15.09.2008
Antwort von Matthias Köchl

Matthias Köchl
Geschätzter Herr Vorname des Fragestellers!

Wie kommen Sie auf die Idee, das die Grünen Biodiesel fördern wollen? Die Idee kommt von der Agrarlobby, nicht von den Grünen. Nur weil "Bio" dabeisteht ist es noch lange nicht Klimaschutz oder gar Umweltschutz drinnen. Die richtige Bezeichung wäre "Agrodiesel".

"Bio"diesel aus Altölen und Abfällen ist sehr ok, aber das kann nur sehr wenige Prozent des aktuellen Treibstoffbedarfs abdecken. Anbau von Pflanzen nur zur Planzenölgewinnung zur Beimischung lehne ich ab bzw, möchte dies auf ein absolutes Mindestmass reduzieren.

Ethische Aspekte: Lebensmittelverteuerung!
Effizienzaspekte: Sinnlose Verbrennung mit mikrigem Wirkungsgrad.

Sinnvoller als Agrardiesel ist reines Pflanzenöl, aber auch nur für Kfz-Einzelumbauten (PÖL als Übergangslösung) bzw. für Einsatz in der Landwirtschaft. Nicht aber in breitem Umfang! Im Übrigen: Biogas ist deutlich effizienter als Agrodiesel. Die Zukunft gehört dem ökostromgetankten Elektroauto!

Evt sinnvoll wäre für viele Einsatzzwecke ein Hybridauto mit Elektro-/Biogas-Kombination.

Beste Grüsse!
Vorname des Fragestellers Köchl
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THEMA: Finanzen
09.09.2008
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrter Herr Köchl,

in ihrem blog findet man eine Aufstellung über den "Entlastungs-Hunderter" durch Elektroautos, jedoch wenn man es näher betrachtet fehlen da wesentliche Dinge:

*) neue Batterien (~8 Jahre oder 100.000km als Garantierahmen)
*) die Anschaffungskosten von 19k€ für einen E-Twingo gegenüber 8.5k€ für den billigsten Benziner
*) die Reichweite reicht gerade mal zum Einkaufen oder Arbeit fahren
*) für Familien mit mehr als 4 Personen gibt es kein passables Auto
*) die Ladung der Batterien dauert nicht gerade 10Minuten wenn man nicht gerade ein AKW betreibt im Hinterhof
*) die Herstellung der Batterien und die Entsorgung alter Batterien ist teilweise für die Umwelt "nicht gerade gut", ganz zu schweigen von den zusätzlichen bestückten PCBs die ein riesen Aufwand beim Recycling sind

Also allein durch die Anschaffungskosten ist ein reines Elektroauto nicht wirtschaftlich, wie wollen sie der österreichischen Durchschnittsfamilie so eine Anschaffung finanziell schmackhaft machen?

u.A.w.g.

mit freundlichen Grüßen,
Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers

PS.: und falls ich dies noch hinzufügen darf, sollte man bei Solaranlagen nicht lieber die Weiterentwicklung fördern statt den Verbau von Anlagen mit relativ geringer Energieausbeute?
10.09.2008
Antwort von Matthias Köchl

Matthias Köchl
Geschätzter Herr Vorname des Fragestellers!

Um ihre Frage zu beantworten: Moderne Lithiumakkus halten ein Autoleben (300.000km) lang, beim Peugeot 106 electric sind Haltbarkeiten weit über 100.000km kein Problem. Bis zu 3000 Ladezyklen sind möglich. Was aber sein kann: Einzelne Akkus von den insgesamt 20 Stk sind vielleicht mal zu tauschen. So gut wie nie aber der gesamte Block.

Die Anschaffungskosten: Sie haben ja recht, Einzelfertigungen und Kleinstserien (E-Twingo= sind teurer als Großserie. Daher fordere ich für den Start 5000 EUR Zuschuss pro Elektroauto wie in Frankreich um den Markt anzukurbeln.

Reichweite 80-100km war Standard bei den Elektroautos wie ich sie fahre,
technischer Stand 1995. 150-200km wird aktuell Standard, 400km sind auch möglich.

Sie haben recht: Die Entwicklung muss weitergebracht werden, Familienvans auf Elektrobasis sind zwar existent aber noch unerschwinglich.

Was Solarstrom betrifft. Die "Effizienz" ist egal, wenn genug Fläche vorhanden ist. Entscheidend ist der Preis pro Watt installierte Leistung. Ob 15% Wirkungsgrad oder 20% (beste am Markt verfügbare Photovoltaikmodule) ist meist nicht entscheidend. Selbst ein normales Benzinauto hat insgesamt nur 14% Wirkungsgrad (Motor, Reifen, Kupplung, Gangschaltung etc.) und das hinterfragt auch niemand. ALlerdings ist beim Benzinauto der Sprit zu zahlen und verpufft somit zu 86% als Abwärme, während die Sonne keine Rechnung schickt.

Der Preis kann bei Solarmodulen über die Masse sinken, während in Deutschland pro Jahr ca. 1000MW verbaut werden sind es in Österreich nur ca. 4MW SOlarmodule pro Jahr. Sehr mager, das möchte ich ändern.

Meine Forderungen zum Solarstrom als Video:http://koechl.twoday.net/stories/5167709/

Beste Grüsse!
Matthias Köchl
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