Geben Sie hier einfach Ihren Namen und E-Mail Adresse an, um benachrichtigt zu werden, sobald eine Antwort zur Frage vorliegt:


Mit folgendem Link können Sie die Frage/Antwort direkt aufrufen:
Es sind 2 Fragen vorhanden:

THEMA: Frauen und Gleichberechtigung
12.05.2009
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Lieber herr Fritz,
mit einiger Verwunderung habe ich gesehen, dass sie für das europäische Parlament kandidieren. Das finde ich schade, denn sie sind einer der wenigen Politiker in Innsbruck, von dem man hin und wieder gute Sachen zu hören bekommbt. Soll ich ihnen überhaupt meine Vorzugsstimme geben???
Eines stört mich aber bei den Grünen, das ist dieser Genderwahnsinn! Wie können sie als Mann denn da noch mit?

Mif freundlichen Grüssen
Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
13.05.2009
Antwort von Gerhard Fritz

Gerhard Fritz
Sehr geehrte Frau Vorname des Fragestellers,

danke für Ihr Lob. Ich kandidiere auf Platz 8 unserer Liste, weil ich unsere Spitzenkandidatinnen Ulrike Lunacek und Eva Lichtenberger sozusagen "mit meinem guten Namen" unterstützen möchte. Auch bei einem sehr guten Abschneiden der Günen wären 8 Mandate nicht wirklich wahrscheinlich. Ich habe auch schon unserer Bürgermeisterin "angedroht", dass sie mich nicht so schnell loswerden wird... Trotzdem freue ich mich über Vorzugsstimmen aus Innsbruck, die ich als Zustimmung sowohl zu meiner europapolitischen Haltung als auch zu meiner politischen Tätigkeit im Innsbrucker Gemeinderat sehen würde.

Ich weiß nicht genau, was Sie mit "Genderwahnsinn" meinen. Ich habe mich in unserer Partei jedenfalls noch nie von grünen Frauen unterdrückt gefühlt. Wenn Sie das sprachliche Gendern meinen, also z.B. "BürgerIn": Ich habe kein Problem damit, dass endlich damit Schluss sein sollte, dass sich Frauen bei männlichen kollektiven Begriffen immer als "mitgedacht", aber nie wirklich erwähnt sehen müssen. Und dass bei gleicher Qualifikation Frauen für Leitungspositionen solange vorgezogen werden sollen, bis eine ausgewogene Verteilung zwischen den Geschlechtern erreicht ist, erlebe ich weder als Wahnsinn noch als persönliche Bedrohung. Schauen Sie sich nur einmal die Liste der Geschäftsführer und Aufsichtsäte unserer städtischen Unternehmen an: Da sind weniger als 5 % Frauen. Sollen wir im Ernst glauben, die über 95 % Männer, die dort sitzen, hätten mehr wirtschaftlichen Sachverstand als gut ausgebildete Frauen?
Drucken   E-Mail   Link
Facebook   Twitter
lesenswert (4) Empfehlungen
THEMA: Verkehr und Infrastruktur
07.05.2009
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Herr Fritz, man hört, dass sie gegen gratis Bus und Bahn sind. Warum ist das so? Und auserdem sind die grünen sind schuld, das so viele Öusländer in österreich sind und meine Tochter jetzt immer noch keine Lehrstelle hat. Und für die Umwelt tun sie gar nichts mehr. Die Grünen kann man echt nicht mehr wählen!!!!!!
08.05.2009
Antwort von Gerhard Fritz

Gerhard Fritz
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers,

Sie haben Recht: Ich bin tatsächlich gegen Gratis-ÖV. Der öffentliche Verkehr ist natürlich sowohl umweltfreundlicher, was die Emissionen pro Personenkilometer betrifft, als auch volkswirtschaftlich günstiger als der MIV. Aber auch die Öffis verbrauchen Ressourcen. Jede Mobilität verursacht Kosten und verbraucht Ressourcen - der Preis für die Mobilitätsdienstleistung soll das auch signalisieren. "Gratis" gibt es übrigens nie - irgendwer zahlt immer. Ich bin sehr dafür, dass die Gesamtheit der BürgerInnen / SteuerzahlerInnen aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen den ÖV fördert und einen Teil der Kosten übernimmt; aber der/die einzelne soll auch seinen/ihren Teil beitragen. Derzeit werden gut zwei Drittel der Kosten des Systems Öffentlicher Nahverkehr von der öffentlichen Hand, also von den SteuerzahlerInnen, gedeckt - im Busverkehr etwas mehr, im Eisenbahnverkehr noch weniger - und nur ein schwaches Drittel kommt aus den Fahrpreisen. Die aber - wie z.B. Studien des VCÖ zeigen - gerade für PendlerInnen deutlich unter den wirklichen Gesamtkosten der Autonutzung liegen. Damit bin ich ganz einverstanden: Es soll sozial gerechte, leistbare Fahrpreise geben. Aber Gratis-ÖV - auch nach der Devise: Was nix kostet, ist nix Wert - halte ich für den falschen Weg. Es gibt auch weltweit kaum Beispiele, dass ein Gratis-Angebot die Nutzung des ÖV deutlich gehoben hätte. Wesentlich ist ein qualitativ gutes Angebot zu tragbaren Preisen. Wie gerade das Schweizer Beispiel zeigt.
Auf dumpfe ausländerInnenfreindliche Anwürfe möchte ich aber nicht eingehen. Ich darf Sie auf die vielen Stellungnahmen auf der hp der Grünen verweisen.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Gerhard Fritz
Drucken   E-Mail   Link
Facebook   Twitter
lesenswert (4) Empfehlungen