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Es ist 1 Frage vorhanden:

THEMA: Asyl und Integration
05.08.2016
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrte liebe Frau Staatssekretärin!

Ich wurde im Internet auf ein Foto bzw. Stellungsnahme ihres Bruders aufmerksam - in welchem es um den sogenannten türkischen "Wolfgruss" geht.

https://alexandrabader.wordp...-herr-bundeskanzler/

Da ich mir der Sozialdemokratie nahe fühle, sind mir solche Symbole wirklich zuwider.

Es geht hier nicht um Sippenhaftung, sondern nur um die "Geisteshaltung" dahinter.
Ich würde sehr gerne von Ihnen wissen, wie Sie es erklären können, dass dies als Alberei bezeichnet wird.

Entschuldigen Sie mich bitte, aber da ich auch sehr intensiv die Berichterstattung verfolge, frage ich mich einfach, auch aus aktuellem Anlass, welche Möglichkeiten ergriffen werden, um diese ultranationalistischen Tendenzen zu unterbinden.
Konkret sogar, bei diesem Treffen mit türkischen Verbänden welches stattgefunden hat, warum ist da nicht eine Stimme der Vernunft - wie Herr Birol Kilic anwesend ?

Ich würde Ihnen jetzt gerne noch viel schreiben, aber ehrlich gesagt, macht mich dies so traurig, dass es selbst für mich immer schwieriger wird, an ein friedvolles Zusammenleben zu glauben.

Hochachtungsvoll

Ich erlaube mir noch eine Beitrag aus dem ZDF Magazin Frontal21 anzuschliessen, welcher seriös über die Hintergründe berichtet.

https://www.youtube.com/watch?v=-GSnTHGQgnk
29.08.2016
Antwort von Muna Duzdar

Muna Duzdar
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers,

ich halte fest, dass ich jegliche Form des Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus verurteile. Die Grauen Wölfe sind ganz klar eine rechte, ultranationalistische Organisation, deren Weltbild nicht mit den Werten der Demokratie und des friedlichen Miteinanders vereinbar sind. In keinem Kontext wurde nationalistisches Gedankengut als Alberei abgetan.

Hier bedarf es natürlich Aufklärung und Sensibilisierung, aber auch einen genauen Blick auf diese Gruppierung zu haben. Rechtsextremes Gedankengut zu unterschätzen wäre ein großer Fehler.
Aber ich möchte hier auch ganz klar betonen: Sowohl die Glaubensgemeinschaften, als auch die Vereine müssen in die Verantwortung genommen werden.

Bundeskanzler Kern hat hier auch einen wichtigen Schritt eingeleitet: Er hat verschiedene Organisationen für einen Dialog an den Tisch geholt. So müssen wir das weiter pflegen. Nur wenn die Probleme offen diskutiert werden, kann auch eine Lösung gefunden werden. Warum die Türkische Kulturgemeinde (TKG) nicht anwesend war, erklärt sich damit, dass in diesem ersten Gespräch die offizielle Vertretung der Muslime mit der IGGiÖ eingeladen wurde. Der Dialog muss natürlich auf verschiedenen Ebenen weitergeführt werden.

Aber auch die Integration von Anfang an hilft dabei, insbesondere Jugendlichen Perspektiven zu bieten und ihnen die Österreichischen Werte näher zu bringen. Zudem gilt es präventiv gegen Radikalisierung zu arbeiten, und Deradikalisierungsmaßnahmen auszubauen.

Mit freundlichen Grüßen

Muna Duzdar
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