13.01.2013
Frage an Michael Spindelegger

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THEMA: Internationales und EU
13.01.2013
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrte Damen und Herren!

Meine Frage betrifft das Work & Travel Abkommen zwischen Neuseeland und Österreich. Ich darf mich zu den glücklichen zählen, die das limitierte W&T Visa für Neuseeland bekommen haben. Zuerst einmal Gratulation zu diesem Abkommen. Es erweitert die Möglichkeiten von jungen Österreichern definitiv und wie schon oft im Forum erwähnt, wäre es wünschenswert, dass

a. Das Visum nicht auf 100 Stück limitiert ist (ich weiß, dass liegt an NZ)
b. Es auch für andere Länder ermöglicht wird (da gibt es glaub ich schon Gespräche)

Ich habe auf Basis dieses Visas nun 6 Monate NZ 'hinter mir' und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen. Neben der landschaftlichen Schönheit des Landes sind Kiwis auch sehr sehr angenehme Arbeitskollegen. Da es mir so gut gefallen hat, habe ich mich für ein längerfristiges Visum in NZ beworben und es wurde auch genehmigt. Meine Frage betrifft jetzt die steuerliche Behandlung der Einküfte die ich während meines W&T erlangt habe. Diese Einkünfte waren mit pauschal 17,5% besteuert. Die Frage ist nun, ob diese unter die sogenannte 'Befreiungsmethode' fallen und somit steuerfrei sind oder ob ich dafür noch mal österreichische Steuern zahlen muss (bzw. ganz allgemein ob ich sie im Rahmen des Steuerausgleichs 2012 angeben muss). Außerdem würde mich interessieren, ob ich in diesem Fall alle Ausgaben die ich zur Erzielung dieser Einkünfte hatte (Flugkosten, Visumskosten, Versicherung, etc.) absetzten kann. Leider finde ich nirgends entsprechende Informationen (BMF Seite). Vl. können Sie mir auch eine mail adresse weiterleiten, die mit hier Auskunft geben kann. Wurde diese Frage im Rahmen des W&T Abkommens geregelt?

Vielen Dank im Voraus für ihre Antwort
MfG
Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
16.01.2013
Antwort von Michael Spindelegger

Michael Spindelegger
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 13. Jänner 2013 an Vizekanzler und Bundesminister Dr. Michael Spindelegger, die ich als Leiterin der zuständigen Abteilung des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten wie folgt beantworten darf:

Wie Sie richtigerweise erwähnt haben, ist das Kontingent an Working Holiday Visa derzeit leider auf 100 Visa jährlich begrenzt. Es ist jedoch vorgesehen, Anfang 2013 neuerliche Konsultationen mit Neuseeland zu führen und ich kann Ihnen versichern, dass sich das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten für ein höheres Visakontingent für österreichische Staatsbürger/innen einsetzen wird. Neben dem Working Holiday Programm mit Neuseeland gibt es seit 17. September 2012 auch ein Working Holiday Programm mit der Republik Korea. Des Weiteren gibt es Gespräche mit Australien und Kanada zum Abschluss zusätzlicher Working Holiday Programme. Es ist dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten ein großes Anliegen, die Kontakt- und Erfahrungsmöglichkeiten junger österreichischer Staatsbürger/innen im Ausland zu unterstützen und es freut uns daher besonders, dass Sie bereits von der Möglichkeit eines Working Holiday Aufenthaltes Gebrauch gemacht haben.

Betreffend Ihre spezifischen Fragen zur steuerlichen Behandlung Ihrer Einkünfte während Ihres Auslandsaufenthaltes würde ich Sie bitten, mit Ihrem Wohnsitzfinanzamt Kontakt aufzunehmen. Dieses kann sich Ihren Fall genauer ansehen und Ihnen detailliertere Auskünfte geben. Zur weiteren Information darf ich Sie auch auf Artikel 14 des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Österreich und Neuseeland verweisen, welches Sie auf der Website des Bundesministeriums für Finanzen (http://www.bmf.gv.at ) unter „Doppelbesteuerungsabkommen“ finden. In Working Holiday Programmen finden sich keine steuerrechtlichen Regelungen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort gedient zu haben und verbleibe

mit besten Grüßen,
Dr. Brigitta BLAHA
Gesandte
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