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| THEMA: Arbeit | |
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13.06.2012 Frage von |
Sehr geehrter Herr Hundstorfer, eine Frage zur vielgelobten niedrigen AL-Quote in Österreich: Wie hoch wäre diese tatsächlich, wenn ALLE (nicht krankheits-bzw. invaliditätsbedingten) Frühpensionisten in die AL-Quote miteingerechnet werden würden? Ist es nicht so, dass die Quote nur mittels massiver Frühpensionierungen seit Beginn des Jahrtausends teuerst erkauft worden ist? Mit freundlichen Grüßen Mag. M. |
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11.07.2012 Antwort von Rudolf Hundstorfer
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Sehr geehrter Herr Mag. Vielen Dank für Ihre Anfrage. Zu Ihrer konkreten Frage betreffend die AL-Quote möchte ich Ihnen gerne ein paar Fakten mitteilen, aus denen Sie ersehen, wie sich die Quote in Österreich entwickelt hat und aufgrund welcher Kriterien deren Berechnung erfolgt. Generell kann man sagen, dass seit dem Jahr 2000 die Erwerbsbeteiligung älterer Menschen am österreichischen Arbeitsmarkt deutlich angestiegen ist. Dies spiegelt sich in der absoluten Zahl an unselbständigen Beschäftigungsverhältnissen, im deutlich gestiegenen Arbeitskräfteangebot und in der steigenden Beschäftigungsquote wider. Einige Daten zum Arbeitsmarkt der 50 bis 64-Jährigen sollen diese Entwicklung in den letzten Jahren noch verdeutlichen: • Das Arbeitskräfteangebot von Personen dieser Altersgruppe ist seit dem Jahr 2000 um +54% angestiegen. • Die Zahl der unselbständigen Beschäftigungsverhältnisse lag im Jahr 2011 mit 700.000 um 57% über dem Wert des Jahres 2000. • Die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Personen im Alter von 50 bis 64 Jahren stieg im gleichen Zeitraum um 24%, der Bevölkerungsanstieg belief sich in dieser Altersgruppe auf 16%. • Die EU-Arbeitslosenquote der Älteren (55-64 Jahre) beläuft sich im Jahr 2011 auf 3,2% und ist gegenüber dem Jahr 2004 um -1,3%-Punkte zurückgegangen. • Die EU-Beschäftigungsquote der Älteren hat sich seit 2004 von 28,8% auf 41,5% erhöht. Diese Erhebungsmethoden zur Arbeitslosenquote und zur Beschäftigungsquote sind international normiert, werden von den statistischen Ämtern durchgeführt, in Österreich von der Bundesanstalt Statistik Österreich, und unterliegen der Kontrolle des Statistischen Amtes der Europäischen Union, Eurostat. Das bedeutet, dass diese Ergebnisse einen Trend wiedergeben, der nicht durch willkürliche oder bewusste Veränderungen der Erhebungsmethodik oder politische Interventionen beeinflusst werden kann und somit auch international vergleichbar ist. Ich hoffe, Ihnen mit diesen Informationen weitergeholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen Rudolf Hundstorfer |
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