16.05.2012 13:16 | Meine Presse

09.02.2012
Frage an Karl Öllinger

Geben Sie hier einfach Ihren Namen und E-Mail Adresse an, um benachrichtigt zu werden, sobald eine Antwort zur Frage vorliegt:


Mit folgendem Link können Sie die Frage/Antwort direkt aufrufen:
THEMA: Soziales
09.02.2012
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Der österreichische Kapitalmarkt hat sich in den letzten 10 Jahren sehr gut entwickelt. Kaufkraftbereinigt erzielten die Anleger Wertzuwächse von 21 % (Entwicklung Sekundärmarktrendite) bis 33 % (ATX der Wiener Börse). Im selben Zeitraum mussten die Pensionskassen-Berechtigten Einbussen von ca. 5 % hinnehmen. (Beispiel: ausgewogene VRG der größten österreichischen Pensionskasse).

Die Rechnung für die desaströse Veranlagungspolitik der Pensionkassen bezahlen einzig und allein die Pensionskassen-Berechtigten. Bei den 700.000 aktiven Anspruchs-Berechtigten sinkt das Deckungskapital kaufkraftbereinigt um ca.5 %. Die 70.000 Leistungs-Berechtigten mussten bis jetzt kaufkraftbereinigt Pensionskürzungen je nach Rechnungszins und Pensionsdauer von 30 bis 70 % hinnehmen. Betroffen von den Pensionskürzungen sind alle Pensionskassen-Pensionisten und nicht nur solche mit einem höheren Rechenzins, wie von den Pensionskassen immer wieder behauptet wird.

Bitte teilen Sie uns mit, ob die Pensionskassen in der Novelle des Pensionskassen-Gesetzes eine bestimmte Benchmark erreichen müssen (z.B. die österreichische Sekundärmarktrendite bei konservativer Veranlagung). Weiters hätten wir gerne Informationen durch welche sonstigen Maßnahmen die Pensionskassen gezwungen sind, eine erfolgreiche Veranlagung für die Berechtigten zu erzielen.

STOPP dem PensionskassenFlop – Volksbegehren für ein neues Pensionskassen-Gesetz im Interesse der Pensionskassen-Berechtigten.
11.02.2012
Antwort von Karl Öllinger

Karl Öllinger
Die Begutachtungsfrist für die Novelle des Pensionskassengesetzes ist erst abgelaufen - ob und wann eine Regierungsvorlage eingebracht wird, ist mir nicht bekannt. Der Nationalrat ist jedenfalls noch nicht mit der Novelle befasst worden. Ich teile jedenfalls Ihre Ansicht, dass es - unabhängig von einer Verpflichtung auf bestimmte Benchmarks bei der Veranlagung (da bin ich eher skeptisch) - weitere Massnahmen benötigen würde, damit die Pensionskürzungen eingebremst werden. Eine der wichtigsten Massnahmen wäre z.B. eine Begrenzung der Gebühren und Kosten, die die Kassen den Versicherten in Rechnung stellen dürfen. Das ist völlig intransparent! Zweitens würde ich für eine fakultative staatliche Pensionskasse plädieren. Dass Versicherte über die Kassen ihr Geld teilweise in in- und ausländische Staatsanleihen anlegen müssen und dafür tw. mehrfach Gebühren zahlen müssen, scheint mir wenig sinnvoll. Da scheint mir eine konservative Veranlagung (der Staat nimmt das Geld direkt von den Versicherten) sinnvoller. Drittens:: die Splittung in verschiedene Risikogruppen macht das System noch weniger transparent!
Herzliche Grüße !

Karl Öllinger
Drucken   E-Mail   Link
Facebook   Twitter
lesenswert (4) Empfehlungen